Bilder der Woche 14/2014 – Hennen, Höllen, Heavy Metal! (Und ein Nachruf auf einen Koffer.)

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Ein Abschied in entsättigten Farben auf einem leeren Bahnsteig im Schatten der Paläste der großen Banken in Frankfurt/Main … Schnief … 3 Jahre waren wir ein zusammen haben unzählige Innenstädte in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit dem Geklapper Deiner Plasteräder aus dem Dornröschenschlaf gerissen und uns noch in den vollsten Zügen und Backstageräumen dank Deines nicht sehr schönen aber ungewöhnlichen Musters gefunden. Nicht immer habe ich Dich gut behandelt. Besonders schlecht fühle ich mich, wenn ich daran denke, wie ich Dich damals, als ich noch dachte, nichts könnte uns jemals trennen, die Zufahrtsstraße zur Wartburg bei Eisenach runterrollen ließ und mich freute wie ein (böses) Kind, wenn Du nach 20 Metern volle Kafotsche in die Leitplanke rasseltes. Doch all das machte Dir nichts aus. Und jetzt das: Der Griff ist abgerissen …

Ein letztes Bild von Dir und meinem Umzug in einen stillosen, aber wenigstens knallroten Kaufhof-Koffer (mit dem ich nur den halben Spaß habe, weil die Räder viel leiser sind und weil er so schlecht ausbalanciert ist, dass er bei der Wartburg-Nummer nach 3 Metern umgekippt wäre).

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(“Schockschwerenot!”, rief das Bochumer Stopschild, als ich ihm die traurige GEschichte vom kaputten Rollkoffer erzählte.)

Letzte Woche verschlug es mich unter anderem nach Marburg. Bei Marburg handelt es sich um eine schöne Stadt: Weiterlesen

Bilder der Woche 13/14

Ich gestehe, ich habe den Aufwand unterschätzt, jede Woche einen Fotorückblick zu machen. Keine Ahnung, wie zum Beispiel André das immer hinkriegt. Vielleicht ist er so schlau einfach weniger als 700 Fotos pro Woche zu machen, die dann sortiert bearbeitet und schließlich doch gelöscht werden?!

So spät dran wie diesmal war ich noch nie und damit ich überhaupt noch diese Woche zu Potte komme, müssen die Bilder auf lange Erklärungen verzichten …

Montag – Berlin

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(“Cuteness-Overload”)

Dienstag – Berlin  Weiterlesen

Trekkingnutten oder: Die Angst vor dem Dümmsten Anzunehmenden Leser

Das ist ärgerlich. Goliath hat gegen David gewonnen. Der Droemer Knaur Verlag hat mit seiner Klage gegen Voland & Quist Erfolg gehabt. Julius Fischers Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ darf nicht mehr verkauft werden (oder bald nicht mehr verkauft werden), weil nicht auszuschließen sei, dass Käufer Julius’ Buch für einen echten Ableger der Wanderhurenreihe halten. Das Ausmaß an Dummheit das dafür nötig wäre, wage ich mir gar nicht auszumalen. Immerhin ist davon auszugehen, dass einige Leute tatsächlich so dumm sind, aber wenn die Gerichte künftig vom dümmsten anzunehmenden Konsumenten ausgehen, dann werden bald auch Merkelparodien verboten und Tiefkühldorsche, da nicht auszuschließen ist, dass man sich verletzt, wenn man sie in nicht dafür vorgesehene Körperöffnungen … aber lassen wir das.
Ich weiß nicht, was das genau für den Verlag und natürlich Julius bedeutet, aber ich wünsche ihnen alles Gute und drücke die Daumen für eine mögliche Berufung. (Weiterführende Links und die ganze Geschichte müsst ihr euch selbst zusammensuchen, sorry.)
Themenwechsel mit geschickter Überleitung: Julius Buch war übrigens auch auf der Shortlist zum „Ungewöhnlichsten Buchtitel 2013“ und landete auf dem dritten Platz. Mein Buch gewann den Preis und in den darauffolgenden Tagen bekam ich von einer ganzen Reihe Kollegen zu hören: „Hey, Mann, herzlichen Glückwunsch …. aber, ähm, also ehrlich gesagt, ‘Die schönsten Wanderwege der Wanderhure’ (wahlweise auch: ‘Du kannst alles schaffen was du dir vornimmst, es sei denn es ist zu schwierig’) fand ich viel besser.“ Ich habe mir die Namen der betreffenden Personen auf einer tiefschwarzen Liste notiert (mit silbernem Gelstift, damit ich sie lesen kann; ich bin ja nicht so doof, wie Droemer Knaur seine Leser gern hätte!) und freue mich schon darauf, wenn diese Leute mir eines Tages ihre Kinder, Freundinnen, Mütter etc. vorführen und ich ihnen ein „Toll, aber ehrlich gesagt das Kind/die Freundin/die Mutter von XY fand ich viel besser” an den Kopf werfen kann :)

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(Making of “Dieser Artikel”)

Gruss vom Bayreuther Stadtparkett!

 

Bilder der Woche 12/14 – Grübel-Dübel und der Star-Wars-ICE

Die Woche im Überblick: Krimkrise, Flugzeug immer noch weg, irgendwas mit Hoeneß und die Nasa hat bewiesen, dass unsere Zivilisation untergeht. Irgendwie fand ich die Nasa besser, als sie noch zum Mond geflogen ist oder wenigstens Space Shuttles gebaut hat. Ich habe bei 6 Auftritten in 5 Städten 34 Texte vorgelesen und 30 Stunden im Zug gesessen. 7 Stunden davon im City Night Liner. Zum ersten Mal überhaupt. Mittwoch Nacht bin ich von Mannheim nach Berlin gefahren.

Auf den City Nightliner (CNL) trifft die Bezeichnung „schön“ sicher nicht zu. Aber „hat was“ passt ziemlich gut, eine Eigenschaft, die er durch einen geradezu astromisch unwahrscheinlichen Zufall mit diesem Plattenbau-Ensemble in Mannheim teilt:

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Der Sitzwagen im Stadt-Nachtlinier ist offensichtlich von einem Star-Wars-Fan designt wurden, zumindest war das meine erste Assoziation:  Weiterlesen

Die Mensikus-Chroniken Band IV: Die AI-Verschwörung

(Was bisher geschah: Ich habe einen super dramatischen Unfall, bin nicht schwanger und kriege keinen Einlauf, sondern eine OP verschrieben.)

Am Tag der Operation ging es mir ironischerweise sehr gut, ich humpelte kaum, als ich mich in Joggginghosen und meinen ausgelatschtesten und daher bequemsten Schuhen auf den Weg zur Klinik irgendwo in Marzahn machte. Es war ein sehr seltsames Gefühl, dabei die Krücken, die ich erst nachher brauchen würde, in der Hand zu tragen. So muss sich ein unartiger Schüler gefühlt haben, den anno Tobak Zeiten ein Lehrer nach draußen schickte, um von dort die Gerte mitzubringen, mit der er ihn verprügeln würde. Oder Jesus, als er sein Kreuz durch Jerusalem schleppte.

“Bist du der Neue?”, fragte mich ein zerlumpt aussehender Mann, als ich vor dem Eingang meiner U-Bahn-Station noch eine Zigarette rauchte.

“Der Neue?”

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(Aus der Reihe “Nicht zum Text passende Fotos” heute ein paar Bilder von einem Markt in Amsterdam vom Dezember 2012)

“Na, ich seh’s dir doch an. Weiterlesen

Bilder der Woche 11/14 – Richard Claydermann für Hipster (Entschuldigung!)

Am Montag, 10 Tage ist das jetzt schon wieder her, war ich bei einem Konzert von Nils Frahm, weil ich den erstens sehr gut finde und zweitens eingeladen war.Es war für uns beide Philharmonie-Premiere: Für mich war es überhaupt das erste Mal dort, für Nils Frahm das erste Konzert, das er dort gab. Auch für die Philharmonie war es eine Premiere: Es dürfte das erste Konzert gewesen sein, das wegen eines abgestürzten Computers unterbrochen werden musste. Weiterlesen