Liebe Spenderinnen und Spender!

Danke! Danke! Danke!… Übrigens haben fast alle Spender vergessen, ihre Adresse anzugeben. Bitte schreibt, schickt eure Adressen, damit wir wissen, wohin wir die Spendenquittungen schicken sollen!

(Andreas Krenzke)

Trailer zu Kloß und Spinne – Teil 22

Habe extra für den Trailer (der eigentlich nur ein Animationstest sein sollte, mir dann aber ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist) das Vineta Symphony Orchestra Pankow (V.S.O.P.) zu mir nach Hause eingeladen, ihm Kaffee gekocht und die berühmt-berüchtigte Peer-Gynt-Suite No.1 aufgenommen! Der Film kommt Ende Januar / Anfang Februar in die Kinos auf Youtube.

(Volker Strübing)

Schnipsel vom 18.1.2012

  • Jetzt ist es wirklich fast geschafft (zumindest, was mich betrifft): Gestern haben wir die Sprachaufnahmen für die Fernsehserie „Die Nonne und Herr Jilg“ gemacht, vorgestern haben wir die Untertitel gesetzt. Ostern wird sie auf ZDF Kultur gesendet (und kann im Internet geguckt werden), und vorher werde ich noch einige Male darüber schreiben. Für heute muss noch ein kleines Foto von der Reise reichen:

(Ramallah)

  • Das heißt: Ich komme jetzt hoffentlich dazu, den neuen Kloß-und-Spinne-Film fertigzustellen. Also, eigentlich ist er ja schon fertig, aber ich brauche noch mindestens eine Woche für den Schluss. Der wird nämlich aus einem Musikvideo bestehen, bei dem ich mal eine (für mich) neue Grafik- und Animationstechnik ausprobiere.

  • Spontaner Brechreiz beim Sonntagsspaziergang, als ich die oben abgebildeten Plakate sah: Photogeshoppte Models, die mit einem Billigwitz dafür werben, die nicht mehr innen Jacken (sagt man das so? Ich schon!) der letzten  Saison zu spenden. Ey Mann, die hängen doch eh nur im Schrank rum, da ist gar kein Platz mehr für die Jacken, die ich mir demnächst kaufe, weißt Du, und ich meine, Solidarität wird ja laut Duden groß geschrieben und so, und ich geb denen auch gerne mal n Euro, das tut mir ja nicht weh …’Wohltätigkeit finde ich sowieso … problematisch. Also das Prinzip Wohltätigkeit, Charity, Spenden, die ganze Scheiße. Das Spenden selbst ist in den meisten Fällen sicher eine ehrenhafte Sache (bilde ich mir zumindest ein, wenn ich es selbst tue) und notwendig ist es leider auch oft. Ich will das gar nicht als modernen Sündenablass verunglimpfen. Viel schlimmer ist, dass Wohltätigkeit die Verhältnisse zementiert. Obdachlose brauchen eigentlich keine milden Jackengaben, sondern Wohnungen und die Kinder in der dritten Welt brauchen keine BILD-Spenden-Gala-Gelder, sondern grundsätzliche Veränderungen. (So sprach der Blog-Autor, kochte sich noch einen Kaffee und verschob das Einleiten besagter Veränderungen auf morgen.)

    Außerdem hat die Wohltätigkeit natürlich auch immer etwas Herablassendes, und genau das fiel mir bei den Plakaten dort oben wieder auf. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist immernoch die Kampagne, mit der die PanChristoffel Blindenmission vor einigen Jahren die Straßen schmückte. Über irgendeinem Spruch von wegen soundsoviel Euro retten jemanden vor dem Erblinden prangten verschiedene Portraits von Afrikanern, bei denen die Augen durch Geldeinwurschlitze ersetzt waren(siehe hier).

  • Zum Schluss noch zwei Fotos. Nur so. Sonnenuntergang in Berlin und Schlangestehen in Hamburg, im Übel&Gefährlich bei den deutschsprachigen Slammeisterschaften 2011.

(Volker Strübing)

Kennste einen, kennste alle – oder was?

Etwas, das mir schon bei der Guttenberggeschichte unangenehm auffiel: wie genau sich die Bewertung der Vorwürfe gegen einen Politiker bzw. die Bewertung der Erklärungen und Entschuldigungen des jeweiligen Politikers nach den Grenzen von Koalition und Opposition richtet. Da man sich lächerlich machen würde, würde man behaupten, dass eine gewisse …. nennen wir es mal: Lockerheit im Umgang mit bestimmten Regeln nur bei CDU- und CSU-Politikern vorkommen kann, während SPD- oder Grünenmitgliedsausweise nur an Personen von makelloser Ehrhaftigkeit ausgegeben werden, kann man wohl davon ausgehen, dass, wenn bei den letzten Wahlen alles anders gekommen und ein SPD-Kandidat Präsident oder Präsidentin geworden und sich dann herausgestellt hätte, dass er oder sie zuvor das eine oder andere unrechtmäßige Privileg genossen hatte, man von links dasselbe Gesülze zu hören bekommen hätte von wegen „er hat sich doch entschuldigt und jetzt muss mal Schluss sein und man dürfe das Amt des Bundespräsidenten nicht beschädigen“ (was nebenbei natürlich nichts anderes heißt, als dass es zur Verhinderung der Beschädigung des Amtes des Bundespräsidenten nötig ist, den Inhaber dieses Amtes über jede Kritik zu stellen – eine eklige, zynische Argumentation, wenngleich in punkto Übelkeitserregung nur ein Klacks gegen Theo Guttenberg, der damals versuchte, sich hinter den getöteten deutschen Soldaten in Afghanistan zu verstecken – aber ich schweife ab und dieser Satz ist ohnehin schon viel zu lange, weshalb ich jetzt mal zum Punkt komme: Punkt und Klammmer zu

Was ich eigentlich nur schreiben wollte: Ich traue SPD, Grünen, Linken nicht unbedingt zu mit einem entsprechenden Skandal in ihren Reihen besser umzugehen. Empörung oder Verständnis scheinen in der Politik nur oberflächlich mit dem eigentlichen Sachverhalt zu tun haben, sondern vor allem mit der Person beziehungsweise deren Parteizugehörigkeit.

Sind irgendwie auch nur Menschen, diese Politiker …

Was ich am allerschlimmsten an solchen Geschichte finde, sind aber deren mögliche langfristige Folgen: Jeder Skandal und das unweigerlich darauffolgende selbstgerechte Geschnatter ist Wasser auf die Mühlen derer, für die Politiker nur „die da oben“ sind, die mit dem Volk nichts mehr gemein hätten und dass die Demokratie ohnehin nur eine Farce sei – gefundenes Fressen für Populisten und noch Schimmere.

Das ist ebenso verständlich wie dumm: Verständlich, weil man laufend mit neuen Beispielen für Arroganz, Eigeninteresse, Inkompetenz, Küngelei etc. versorgt wird, dumm, weil eben das gerade die Stärke der Demokratie ist: Dass man erfährt, was „die da oben“ so treiben und dass darüber diskutiert und sich erregt wird und dass es eine kleine Chance gibt, dasss sich zumindest genau das gleiche nicht so schnell wieder ereignen wird … dass also eine gewisse Hoffnung auf Entwicklung existiert.

Und das genau diese Stärke die gefährlichste Schwäche ist, weil soviele sich lieber hemmungslos von einem Führer oder einer Partei oder sonstewem hemmungslos ausnehmen, bescheißen und missbrauchen lassen würden solange sie es nur nicht erfahren, das ist irgendwie ein bisschen traurig.

Jede Diktatur – auch relativ sanfte, populistische Diktaturen, in denen zum Beispiel „nur“ die Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Gerichte eingeschränkt sind – wird zwangsläufig korrupt in einem Ausmaß, von dem wir hier in Deutschland nur alpträumen können.

(Angst – die neue Lieferung ist da! – (heute morgen in Zürich))

Grüße aus dem Zug Richtung Berlin – Tethering ist toll! Hatten wir ja damals im Osten nicht …

Volker Strübing

Jesundet Neuet! Und Danke!

Nikita und seine Mischpoke wünschen ein fröhliches neues Jahr.

(Andreas Krenzke)

Schnipsel vom 2.1.2012

(Lutherstadt Wittenberg – fahrt dort nie hin! Überall nur Lutherschnickschnack, aber nirgends Kaffee Togo für Menschen, die ein widriges Schicksal – ja, ich spreche von der Bahn! – zu einem einstündigen Aufenthalt in der Stadt verdammt …)

Erholung, Teilstück 2012 – das wäre doch ein schönes Motto für das neue Jahr! Aber das wird wohl nichts, denn im Dezember steht ja nun mal wieder der Weltuntergang ins Haus und bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen. Mein wichtigster guter Vorsatz für 2012 ist dennoch: Mehr Mittagsschlaf machen. Heute hätte ich ihn beinahe schon gebrochen, aber vor etwas über ner Stuunde, gegen halb 9, habe ich es dann doch noch geschafft, mich für ein halbes Stündchen hinzulegen.

Meine erste Anschaffung im neuen Jahr wahr übrigens eine Kinderbibel (aus Gründen, die sich mit dem nächsten Kloß-und-Spinne-Film klären werden). Und die war bei Thalia lustigerweise in das Regal „Kindersachbuch“ einsortiert. Gleich daneben steht das Regal „Fantasy ab 8″, wahrscheinlich haben sie sich da bloß vertan. Danach habe ich mir auch noch eine richtige Bibel gekauft und bei einem kurzen Vergleich festgestellt, dass sie in der Kinderbibel die ganzen saftigen Stellen rausgelassen haben, zum Beispiel diese hier: „Nehmt das Land in Besitz und besiedelt es, denn ich der HERR, gebe es euch zu Eigen (…) Ihr müsst unbedingt alle Bewohner des Landes vertreiben …“ Ich schwöre: Ich hab den Wälzer vorhin wahllos aufgeschlagen und mein Blick fiel sofort auf diese Zeilen aus dem vierten Buch Mose. Sicherlich auch angelockt von der knalligen Überschrift „Keine Schonung für die Bewohner des Landes“. Es ist noch keine 3 Monate her, dass ich Leute kennengelernt habe, für die genau diese Aufforderung zur ethnischen Säuberung noch immer als himmlisches Gesetz gilt. Die Bibel habe ich übrigens vom Ramschtisch, leider nicht vom Ramschtisch der Geschichte, sondern nur der Buchhandlung, aber ich habe mir für 2012 auch vorgenommen, mich mehr über Kleinigkeiten zu freuen.

Um des himmlischen Gleichgewichts Willen, will ich mich aber auch mehr ärgern. Gestern zum Beispiel habe ich festgestellt, dass man als Bahncard-50-Besitzer, wenn man keine Fahrkarte hat und dann kein Schaffner durch den Zug kommt, nur die Hälfte spart!

Frohes und so!

(Volker)

 

Eigentlich müsste ich jetzt panisch Geschenke kaufen, aber ich schreibe lieber panisch was ins Weblog

Als erstes muss ich mal ne Frage loswerden: Was zum Teufel hat eigentlich alle Welt dauernd mit diesen Rating-Agenturen am Laufen? Ich meine, das sind doch die, die mit für die große Immobilienkrise gesorgt haben, weil sie aus Inkompetenz oder bösem Willen irgendwelche Ramschkreditbundles als besonders verrtrauenswürdig eingestuft haben. Und jetzt ist es plötzlich ne Topmeldung in den Nachrichten und Präsidenten fühlen sich genötigt vor Fernsehkameras zu treten, wenn dieselben Dummköpfe oder Finsterlinge (oder beides) sich anmaßen, die Kreditwürdigkeit eines ganzen Landes zu beurteilen und herabzusetzen. Ich kapier das nicht. Entweder ich bin zu doof oder nicht doof genug. Wenn ich jedenfalls eine Rating-Agentur gründen würde, dann würde sie den Geisteszustand von gewissen Leuten beurteilen und nur sehr, sehr selten ein AAA vergeben.

Davon abgesehen: Hey, alles neu, alles schön, sogar das Wetter, einfach deshalb, weil es da ist und ich es von meinem Bett aus betrachten kann, während ich diese Zeilen in den Laptop hämmere. Ich bin nämlich umgezogen und muss jetzt nicht mehr auf den Balkon gehen und den Hals verrrenken, um herauszufinden, ob die Sonne scheint oder die Welt untergeht. Mehr Platz habe ich auch und W-LAN und eine Badewanne und es ist so schön hier, dass ich mal ein ganz neues, revolutionäres Wohnkonzept ausprobieren will: Sachen nach dem Benutzen wegräumen, statt sie einfach an Ort und Stelle fallenzulassen. Falls sich das als praktikabel erweist, werde ich hier davon berichten und es weiterempfehlen.

Und: Unsere Fernsehserie, die jetzt den offiziellen Titel „Die Nonne und Herr Jilg“ trägt, ist fertig. Naja, zummindest fast und auch nur, was meinen Beitrag daran angeht. Ich muss mich noch mit Textüberarbeitungen befassen und ein paar Sachen einsprechen. Dann wird der Ton gemischt und die Farbe korrigiert und dann müssen noch Untertitel geschrieben und gesetzt werden. Aber der Schnitt ist eingetütet!

Das heißt auch, dass ich – inshallah – wieder mehr Zeit für den Schnipselfriedhof haben werde und es demnächst eine neue Kloß-und-Spinne-Folge gibt. Die ist eigentlich schon fertig, aber ich muss Teile neu machen, weil ich Material verwendet habe, dass ich nicht ins Internet stellen will, ein bisschen dauert es also noch.

Frohe Weihnachten und Prost!

(Foto: Marc Meusinger)

(VS)

Nikita verkauft doch nichts bei Ebay

„Liebe hilfsbereite Freunde, es ist sehr schön, wie viele Sachspenden uns angeboten werden. Aber leider hat Ebay neue Nutzungsbedingungen…“
Mehr darüber auf Nikitareloaded.com.
„Wir haben uns entschlossen, diese Auktionsaktion abzubrechen. Wenn wir eine Alternative zu Ebay finden (über Hinweise freuen wir uns) versuchen wir es wieder…
Nun aber danken wir allen Sachspendern ganz ganz dolle…  Einen ganz fetten Dank auch an alle, die Geld auf das Vereinskonto gespendet haben…“ Wie das geht, steht auch auf Nikitareloaded.com.

„…Danke euch allen
Spider, Sabine, Atari & Nikita“

Nikita der kleine Autist.

„Liebe Freunde,wie Ihr sicher wisst ist unser Sohn Nikita Autist. Nikita ist fast 5 Jahre alt. Er konnte bis vor kurzen überhaupt nicht …“
Bastelmonat Advent. Habe gerade ein Blog angefertigt. Für meinen Sohn Nikita und sein AuJA!-Programm. Guckt mal rein.
„… uns auf jeden Fall freuen, wenn ihr uns unterstützt und auch eurer Familie, euren Bekannten und Kollegen von uns und unserem Anliegen berichtet. …
Vielen Dank
Spider, Sabine, Atari und Nikita“

(Andreas Krenzke)

Maulsperre

Ich habe mich immer über die Popularität der Alternativmedizin gewundert. Zum Beispiel Homöopathie. Es ist ja leicht, skeptisch zu sein, solange man gesund ist. Gestern verbrachte ich damit, vier Arztpraxen abzuklappern. Vergeblich. Zwei mal Praxisgebühr. Aber keine Behandlung. Keine Arznei. Nüschte. Vom Homöopathen hätte ich wenigstens ein bis drei Moleküle von irgendwas bekommen.

(Andreas Krenzke)

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