1000 Schnipsel!

(Und alle so: Hui! )

1000 Beiträge auf dem Schnipselfriedhof! Ach, was sag ich! 1018 mit diesem hier! Eigentlich wollte ich den tausendsten groß feiern – mit Fotos von Champagnerflaschen und Konfettivorlagen zum Ausdrucken und Ausschneiden, aber ich hab’s verpasst. Allerdings ist dieser Beitrag genau mein 900. – die anderen 118 sind von Spider. Wenn ich selbst die Tausend voll habe, dann aber, aber dann, aber hallo! Was auch immer. Hey, Spider, ich komm nachher bei LSD vorbei, dann gratulieren wir uns gegenseitig und trinken einen Schnaps!

(Volker Strübing)

Was weiß der Hering von der Schönheit seines Schwarms?

ACHTUNG: Enthält sinnlosen Cat-Content und unausgegorenes Zeugs! Und überhaupt: Wer sagt denn, dass eine Fortsetzung denselben doofen Titel wie der erste Teil haben muss?

(Was die Eigenschaft angeht, einen von den wirklich wichtigen Dingen im Leben  -  rumliegen und Fantasy-Romane lesen etc. – abzulenken, können Katzen durchaus als eine Art Vorläufer des Internets gelten.)

Ab und zu stößt man im Netz auf die Idee, die Kultur der Zukunft brauche keine Urheber im klassischen Sinne mehr. Die „schwache“ Variante dieser Idee meint damit nur, sie brauche keine bezahlten Urheber mehr. Die „starke“ Variante meint: Sie braucht keine Individuen mehr, das Netz, das Kollektiv, der Schwarm würde das übernehmen, die Kreativität der Vielen würde die beschränkten Möglichkeiten des Einzelnen weit hinter sich lassen. In Reinform bin ich dieser Variante noch nicht begegnet, aber es geht mir hier ja auch um Spekulation und Gedankenspiele und nicht um aktuellpolitische Erörterungen – weshalb ich auch auf die sich bei diesem Thema anbietenden Bezüge zur Diskussion um Urheberrecht und geistiges Eigentum verzichten will.

Soweit es geht, denn ganz komme ich nicht herum.

Beide Variante gehen im Prinzip von einem Ende individuellen Ausdrucks aus. Kunst könne nicht mehr als Werk eines Einzelnen gelten, da sie auf der Gesamtheit des kulturellen Schaffens der Vorgänger beruhe und daraus schöpfe – sie sei letztlich nur ein Mash-Up des Zuvordagewesenen, könne keine Eigenständigkeit beanspruchen. Denkt man das konsequent, weiter ist auch jeder Mensch nur ein Mash-Up der Gene seiner Eltern.

Außerdem kann man argumentieren (und man tut es), die Vielen würden freiwillig und kostenlos Kultur produzieren, der Urheber als Spezialist würde nicht mehr benötigt.

Bevor mich jemand falsch versteht: Natürlich wird freiwillig und kostenlos Kultur geschaffen. Niemand greift ja erst zur Gitarre, wenn er einen Arbeitsplatz als Musiker gefunden hat! Und was professionelle Künstler schaffen, ist weiß Gott nicht zwangsläufig besser, als die Leistungen guter Amateure. Aber auch die guten Amateure sind Spezialisten und Individuen/Individualisten.

Aber jetzt ist ersteinmal an der Zeit für ein weiteres Katzenbild: Lies mehr …

Du, Internet, ich hab da mal ne Frage … (1)

Das folgende soll Auftakt einer kleinen Reihe sein. Mal sehen, wie lange ich sie durchhalte. Ich denke gerne über die Zukunft nach, in letzter Zeit wieder besonders viel und vor allem über die Zukunft des “des Netzes” und die Auswirkungen auf uns kleine Fische, die sich darin verfangen haben. Das liegt zum Teil an der Urheberrechtsdiskussion, zum anderen, weil ich an einem Weltentwurf für einen möglichen SF-Roman bastle. (Bitte keine Nachfragen – falls ich den tatsächlich schreiben sollte, dann nicht in nächster Zeit!) Das Problem ist, dass beim Nachdenken mehr Fragen als Antworten rauskommen. Und ein paar davon wollte ich jetzt mal in dieses Internetdingens reinschreiben.

Weisheit der Massen oder Dummheit des Mobs?

Es gibt dieses Experiment: Wenn man 100 Leute das Gewicht eines Ochsen schätzen lässt und den Durchschnittswert bildet, erhält man ein Ergebnis, das ziemlich nahe am tatsächlichen Gewicht des Ochsen liegt. Die Wahrscheinlichkeit für ein annähernd korrektes Ergebnis ist auf jeden Fall viel höher, als wenn man irgendeine einzelne Person befragt. Mit diesem Experiment wird gerne die „Weisheit der Vielen“ oder die „Schwarmintelligenz“ illustriert.

Ich habe allerdings keine Ahnung, was das mit Weisheit zu tun haben soll. Und vielleicht ist ja unter den 100 Leuten einer, der sich sehr gut mit Ochsen auskennt und eine viel zuverlässigere Schätzung abgeben kann – seine Erfahrung wird im Gesamtergebnis kaum ins Gewicht fallen. Vielleicht ist sogar ein „Weiser“ unter den 100, der auf den Abstimmungszettel schreibt: „Hey, lasst uns doch eine Waage holen, dann wissen wir’s genau“, aber diese Antwort wird natürlich als ungültig gewertet.

Welche Schlussfolgerungen für die Zukunft der Politik bringt die Theorie von der Weisheit der Vielen mit sich? Ihre Umsetzung in der Wirtschaft ist ein radikal freier Markt; wäre das politische Gegenstück die direkte Demokratie?

Darf man der Masse politische Entscheidungen überlassen? Hat sie nicht ein Recht, die Entscheidungen, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen, selbst zu fällen, wenn dies möglich ist? Und mit welcher Rechtfertigung kann man noch die alte, langsame, korruptions- und erstarrungsanfällige Vertreterdemokratie verteidigen, wenn das Netz in Zukunft eine direkte Demokratie technisch möglich macht?

Aber können „die Vielen“ Entscheidungen treffen, die nicht einfach nur den momentanen Interessen des durchschnittlichen Individuums innerhalb dieser Masse entsprechen? Ich glaube, man braucht Brems- und Korrekturmöglichkeiten und einen Rahmen, der die Entscheidungsfreiheit des Kollektivs eingrenzt, Mechanismen, die uns vor unserer eigenen Dummheit schützen und verhindern, dass aus der Demokratie ihr böser Bruder, die Ochlokratie, die „Tyrannei des Pöbels“ wird – oder die Herrschaft von Peter und Erika Mustermann.

100 Leute stehen um einen Ochsen herum und beglückwünschen sich dazu, wie toll sie sein Gewicht geschätzt haben. Dem Ochsen wird das irgendwann zu dumm, er schnaubt und scharrt mit den Hufen. Der Ochsenexperte will erklären, dass kein Grund zur Beunruhigung bestehe, man müsse sich nur langsam und leise zurückziehen, aber leider ist er einer der ersten, die in der ausbrechenden Panik zu Tode getrampelt werden.

Ist übrigens Wikipedia ein Beispiel für die Weisheit der Massen? Nö. Nur für ihren Fleiß. Hier wird Wissen zusammengetragen und auf bequeme Art zugänglich gemacht – aber es wird kein Wissen geschaffen. Und funktionieren kann es nur, weil die Mitwirkenden weitgehend auf alles verzichten, was sie zu Individuen macht: eigene Meinung, eigenen Geschmack, eigene Moral.

Wie steht es eigentlich um Schwarmempathie, die Moral der Vielen oder die Kreativität der Massen? Auch dazu habe ich keine Antwort, sondern nur eine Meinung und viele weitere Fragen – was mich nicht davon abhalten wird, demnächst darüber zu schreiben.

 (Volker Strübing)

Weltuntergang 2012 – Was Sie jetzt beachten müssen

Vielleicht glauben Sie ja gar nicht , dass im Dezember die Welt untergeht. Vielleicht halten Sie das alles für kompletten Blödsinn und sich selbst für besonders schlau, wenn Sie mit wichtigtuerischem Gehabe erzählen, dass einfach nur ein neuer Zyklus im Maya-Kalender anfange und überhaupt: Erst neulich sei ein noch viel älterer Maya-Kalender gefunden worden, der weit über das Jahr 2012 hinausginge.

Glauben Sie, was Sie wollen, aber denken Sie mal darüber nach, dass Sie diese Informationen wahrscheinlich aus dem internet haben – genau wie ich mein Wissen um das bevorstehende Ende der Welt.

Und ist es nicht besser, sich vorzubereiten, als dann eines Morgens womöglich doch dazustehen, „Ups“ zu sagen und angesichts der auf einmal doch eintretenden Apokalypse nicht ein, noch aus zu wissen?

Hier kommen sie, die 10 ultimativen Weltuntergangstips und unser exklusives Angebot für die Rundum-Sorglos-Weltuntergangsversicherung. Für Skeptiker und Überzeugte. Und keine Sorge: Ich betreibe ganz gewiss keine Panikmache, denn der wichtigste Tip lautet:  Lies mehr …

Urheberrechts-Wars, Episode I bis VI

“Verachtung gegenüber der geistigen und künstlerischen Tätigkeit”, “Kampf gegen das Urheberrecht”, “Eine Generation, die durch das haltlose Internetgequassel groß geworden ist”, “die schlimmsten Banausen”, “beispiellose kunstfeindliche Beleidigungen”, Künstler mundtot machen”, “Jargon der Unmenschlichkeit”, “Progromstimmung gegen Künstler”, “zutiefst erschüttert und an dunkle Zeiten erinnert” – alles FAZ von heute, Seite 25, Feuiletton. Teilweise geht es um diese beschissene Anonymusaktion, bei der private Daten von Unterzeichnern des eher dussligen”Wir sind die Urheber”-Briefes veröffentlicht wurden. Aber eigentlich wird hier alles in einen Topf geworfen. Nur noch Gebrüll und das ewige Wiederholen der immer selben Argumente und Beleidigungen. Von Ignoranten auf beiden Seiten (als gäbe es zwei Seiten und nicht 437). Tut mir fast leid, dass ich selber etwas dazu geschrieben habe. Es lebe die Hysterie, lasst die Waffen sprechen, Urheberrechts-Wars, Episode I (Die digitale Bedrohung) bis Episode VI (Die Rückkehr der Urheber).

(Volker Strübing)

Elektrozigarette – 2. Versuch

Im Dezember 2010 schrieb ich hier schonmal darüber, dass ich mir eine Elektrozigarette gekauft habe. Dann berichtete ich nie wieder darüber, was unter anderem daran lag, dass ich sie nach zwei, drei Monaten nicht mehr benutzt habe. Jetzt probiere ich es noch mal. Und zwar mit einem weiterentwickelten Modell. Lies mehr …

Guten Appetit!

“Nimm mich” und gespreizte Beine, das ist schon eine gewagte Kombination. In einer Geschichte, die ich mal für einen Bad-Story-Contest geschrieben habe, stand: “Wie ein Goldbroiler lag sie vor mir: nackt, enthaart und braungebrannt.” Aber das war doch nur ein blöder Witz!

(VS)

Heraus zum 2. Mai!!!

So, ick habs mal wieder nicht geschafft, mich um irgendwas zu kümmern, aber nachher, wenn die Olle von Schicht kommt und uff die Gören uffpasst, geh ick in den Keller und suche das Fronttransparent. Wir haben leider keinen Fanfarenzug und das mit den Kremsern, die jemand klarmachen wollte, hat auch nicht geklappt. Aber angemeldet isse schon längst. Die Große Demonstration anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertages der Arbeitslosen. Am 2. Mai. Um 13 Uhr am Senefelder Platz in Berlin. Seit 2005 Demonstrieren wir gegen den Zwang zur Lohnarbeit. Für gut bezahlte Arbeit – und gut bezahlte Arbeitslosigkeit. Gegen die Spaltung der Menschheit in Arbeitende und Arbeitslose. Gegen die Spaltung der Arbeitslosen in Arbeitssuchende und Arbeitsscheue. Gegen die Diskriminierung Arbeitsloser. Gegen eine veraltete Arbeitsethik. Für mehr Roboterisierung, Automatisierung und Rationalisierung. Gegen überflüssige Arbeit und sinnlose Produkte. Für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Denn das Leben ist kein Lohn!

(Andreas Krenzke)

:)

Mein Euter gehört mir

(VS)

Extra langweilige Überschrift eines Artikels, der fast ohne Piraten-Bashing auskommt

Vor ein paar Tagen schrieb ich, dass mir die Idee einer Kulturflatrate sehr sympathisch sei. Dann habe ich angefangen, darüber nachzudenken ;)

Das Nachdenken hätte ich mir sparen könne: Steht ja alles schon im Internet. Und natürlich sind all die Probleme, die mir aufgefallen sind, auch schon anderen in den Sinn gekommen. Auch der Lösungsansatz, der mir einfiel, ist selbstverständlich schon anderen eingefallen und gründlich durchdacht worden. Aber wenn ich, bevor ich anfange nachzudenken oder zu schreiben, jedesmal nachgucken würde, ob ich mir das sparen kann, weil da schon andere drüber nachgedacht und geschrieben haben, dann kann ich die Schreiberei gleich ganz aufgeben.

Hier also meine Gedanken zur Kulturflatrate, vielleicht ist sogar der eine oder andere dabei, der zumindest nicht genauso schon woanders steht, wenn nicht, ist es einfach eine Dokumentation des Standes meiner eigenen Überlegungen:

Die Grundidee ist einfach und prima: Es wird von allen Internetnutzern eine pauschale Abgabe erhoben, dafür ist der Download von Musik, Filmen, Büchern frei und legal. Das eingenommene Geld wird unter allen Urhebern aufgeteilt, je nachdem, wie oft ihre Werke heruntergeladen wurden. Die Gebühr könnte ganz einfach von den Internetprovidern eingezogen werden.

Klingt erstmal super, aber:  Lies mehr …

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