Der Mann mit dem Trapez vor’m Kopf

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Mein erster Buchpreis! „Das Mädchen  mit dem Rohrt im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals“ ist auf der Leipziger Buchmesse als „ungewöhnlichster Buchtitel 2013“ ausgezeichnet worden! Vielen Dank an alle, die für mein Buch abgestimmt haben – und überhaupt an alle, die bei dieser schönen Aktion mitgemacht haben – gestern konnte bekanntgegeben werden, dass das Online-Voting für den ungewöhnlichsten Buchtitel mehr Teilnehmer hatte, als die Online-Abstimmung über den „richtigen“ Buchpreis, hey, ho :)

Vielen Dank natürlich auch an die Jury, die sich der Onlineabstimmung offensichtlich anschließen konnte und vor allem an Was liest Du, das Literaturmagazin und die Literaturcommunity, die diesen schönen Preis ins Leben gerufen haben. ich bin der erste Preisträger und ich hoffe, dass ich der erste in einer langen Reihe bin und eine schöne Tradition daraus wird. Ich war ja auch schonmal erster Stadtschreiber von Bayreuth und danach gab es keinen weiteren …

Vielen Dank auch an Luzie, die für das Bild dort oben den schönen Titel: „Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr, der Junge mit dem Löffel im Hals und der Mann mit dem Trapez vor’m Kopf“ erfunden hat. Vielleicht nenne ich so den Nachfolgeband und bewerb mich übernächstes Jahr nochmal um den Preis :)

Weil er so schön ist, hier nochmal in der Morgensonne mit Blumenzeugs auf dem Balkon:

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Ist Zivilisationskritik eigentlich eine Zivilisationskrankheit?

(Spoilerwarnung: Teile dieser Geschichte werden wohl in den nächsten Kloß-und-Spinne-Film Eingang finden!)

Nach einer Lesung in Olten tranken Micha, einige liebe Menschen und ich noch ein Bier in der Bar des Veranstaltungsortes. Ich staunte über ein altes Telefon, das an einem Pfeiler der Bar hing. Mit Wählscheibe, Münzeinwurfschlitz, grauem Hörer und allem drum und dran. Dazu wurde uns folgende Geschichte erzählt:

Einige Tage zuvor hatte ein sehr junger Mann die Barfrau gefragt, ob er mal telefonieren könne, sein Handyakku sei alle. Die Barfrau wies stumm auf das altertümliche Gerät, der Mann nickte und stand dann unschlüssig vor dem Telefon, bis die Barfrau sich erbarmte und ihm erklärte, dass er seinen Zeigefinger in das Loch mit der zu wählenden Ziffer zu stecken und dann die Scheibe im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag zu drehen habe. Begreifen und wohl auch eine vage Erinnnerung zeichneten sich auf dem Gesicht des Mannes ab; er machte sich umgehend ans Werk, wählte sichtlich aufgeregt Ziffer um Ziffer – und hob anschließend den Hörer ab.

So siehts aus. Schon tauchen die ersten Leute auf, die nichteinmal mehr mit einem Slider-Handy mit Tasten klarkommen, sondern verzweifelt über das Display wischen, wenn man es ihnen in die Hände drückt.

Das iphone wird uns alle zu Idioten machen. Ich weiß: Das ist auch schon vom Fernsehen und tausend anderen Dingen behauptet worden, aber diesmal stimmt es!

Zu glücklichen Idioten immerhin, die niedliche Spiele mit witziger Cartoongrafik spielen, in sozialen Netzwerken vor sich hinschnattern und sich in Kneipen gegenseitig ihre tollsten Apps zeigen. Als H. G. Wells „Die Zeitmaschine“ schrieb, da schrieb er über uns, die selig über ihre Displays wischenden Eloi und die Morlocks von Apple und Co.

Liebe im Jahr 2015, wie muss man sich das vorstellen? „Hallo Mädchen, bitte streiche mir mit den Fingern über den Hosenstall, um meine Penis-App zu starten.“ – „Ja, Junge. Und dann ziehe ich den BH aus, damit du meine beiden Gefällt-mir-Buttons drücken kannst.“ – „Sehr gerne. Anschließend werde ich ein paar Megabyte genetischer Daten in deinen Uterus hochladen.“

Hör mir auf! Niemand braucht ein iphone und trotzdem brauchen alle ein iphone. Als sei menschliches Leben vor dem iphone praktisch gar nicht möglich gewesen. Die Urmenschen, die sind noch ohne sowas ausgekommen. Die hatten eine Höhle, ein Fell und genau zwei Apps: Einen faustkeil und einen angespitzten Stock, der über die beiden Funktionen „Feuermachen“ und „Mammut erlegen“ verfügte. Wer wollte, hat sich noch eine Keule gesucht und „Angry Cavemen“ gespielt.

Mark Twain schrieb: „Zivilisation ist die unablässige Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten“ und wenn das nicht hellsichtig war, weiß ich ja auch nicht. Wer so doof ist, sich ein iphone zu kaufen, wird schnell feststellen, dass es ein Zivilisationsbooster ist, denn mit seiner Anschaffung potenziert sich die Anzahl der unnötigen Notwendigkeiten auf der Stelle. Selber schuld, wer sich so einen Scheiß ins Haus holt, kann ich da nur sagen, und ich weiß wovon ich rede!

Hab mir vor ein paar Tagen nämlich endlich selbst ein iphone gekauft. Von Samsung. Wenn Zewa Softies auch Tempotaschentücher sind, ist mein Samsung auch ein iphone. Nur viel besser. Weil es Android als Betriebssystem hat und man dafür zum Beispiel auch animierte Erotik-Bildschirmschoner runterladen kann, die es nie in Apples puritanischen Appstore schaffen würden. Nicht dass ich mir einen animierten Erotik-Bildschirmhintergrund installieren möchte, aber ich will die Möglichkeit dazu haben!

Innerhalb der ersten Stunde nach dem Einrichten lud ich vier Spiele, einen Taskmanager, einen Businesskalender, einen Traffic-Monitor und einen C64-Emulator herunter, außerdem mehrere Musik- und Videoplayer, Apps für GMX, Facebook, Wikipedia, Flickr, WordPress und Twitter, dazu diverse Wetter-, Kalender-, Batteriestatus-, Taschenlampen- und To-Do-Listen-Widgets, i-beer für Android, einen Furztongenerator, diverse Musikvideos und eine isländische Kochsendung ohne Untertitel, einen animierten Erotik-Bildschirmhintergrund (einfach nur um ein Zeichen gegen die Zensurpolitik von Big Brother Steve Jobs zu setzen), einen Schlipsknotenassistent, einen interaktiven Makramee-Kurs, ein Kirgisisch-Wörterbuch, ein finnisches Reimlexikon und natürlich die allernötigste unnötige Notwendigkeit: So ein Programm, mit dem man Fotos machen kann, die dann wie alte Polaroids oder so aussehen.

Und mit dem fotografierte ich in der folgenden Stunde eine Blume und eine Wolke und eine Wand, deren Putz bröckelte und ein „Fickt das System“-Grafitto, einen weggeworfenen Regenschirm, eine nackte Schaufensterpuppe,eine Oma, einen Mann, der ins Gebüsch pinkelte, diverse vorbeilaufende Frauenbeine, noch eine Wand mit bröckelndem Putz, meine Füße, einen Fahrkartenautomaten, einen Hund, einen Hundehaufen, ein umgekipptes Fahrrad, einen vollen Aschenbecker, eine Bratwurstbude, einen Zaun, eine überfahrene Taube, die ich mit der Bildunterschrift „Warum?“ versah und noch einiges mehr, und alles sah automatisch aus wie ganz große Kunst, und dann habe ich den ganzen Quatsch bei Facebook, Flickr, WordPress und jeder anderen Datenmüllkippe, die ich finden konnte hochgeladen, aber da war schon alles voll mit solchem Mist, und es hat niemanden interessiert. Und daraufhin habe ich mir hinter einer Hecke die Hose runtergezogen und meinen Hintern fotografiert mit so einem Tilt-Effekt, wo alles aussieht wie eine Modellbahnanlage, und dafür gab es dann immerhin zwei oder drei „Gefällt mir“-Klicks.

Dann habe ich noch ein halbes Stündchen mit dem Furztongenerator gespielt, der wirklich sehr, sehr gut ist und über diverse Einstellmöglichkeiten verfügt. Anschließend habe ich verzweifelt versucht, die Onlinebezahlfunktion einzurichten, weil ich mir die Vollversion des  animierten Erotik-Bildschirmhintergrundes kaufen wollte, da die Gratisversion nur drei Damen enthält, scheiterte aber. Frustriert steckte ich das iphone weg, holte mein Schreibheft und meinen Füllfederhalter aus der Tasche, schrieb diese Geschichte und kam genau bis zu dieser Stelle …

Aber mir wollte und wollte kein Ende einfallen. Wie gut, dass ich ein iphone hatte! Ich startete Facebook und schrieb: „Hat mal rasch jemand ein gutes Geschichten-Ende für mich?“

Und schon trudelten die Vorschläge ein. „.“ von Tim, „Ich danke meiner Mutter“ von Frau Schnickschnack, „… woraufhin er explodierte“ (Marvin), „Rumsdibums. Und Ende.“ (Andreas), Sids „Er ließ den Motor laufen und stieg aus“ oder „Keine Hände, keine Kekse“ von Dan und das hochdramatische „Bleich wie ein ausgetrockneter Knochen starrte er auf sein Spiegelbild und erschrak – so konnte es doch nicht enden!“ von Daniela.

Aber irgendwie schienen sie mir alle nicht so recht zu passen. Nachdenklich schaltete ich mein iphone aus, der Bildschirm wurde schwarz. Bleich wie ein ausgetrockneter Knochen starrte ich auf mein Spiegelbild im Display und erschrak – so konnte es doch nicht enden!

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(VS)

Sackkarre im Arsch in Darmstadt

Na super: Sonnenschein. Dabei war Mistwetter angekündigt. Seit Kachelmann im Knast ist, kriegen die das mit dem Wetterbericht nicht mehr auf die Reihe.

Über das schöne Wetter hinweg tröstet ja vielleicht dieses Schild, das Micha im Backstagebereich der Centralstation in Darmstadt entdeckt hat:



„Sackkarre hat nen Platten“ – ist das nicht zauberhaft? Ein Satz in dem Komik und Tragödie eins werden – wie in jedem großen Kunstwerk; auch in jenem, das wir „das Leben“ nennen. Und zum Kompott sind wir hier vielleicht sogar Zeugen der Geburt eines neuen Buchstabens, des „CK“ .

Falsche Richtung.

(VS)

Der beste 2. Mai, den es je gab!

War das schön! Die schönste und größte 2.-Mai-Demo

2. Mai 2009, Berlin

2. Mai 2009, Berlin

der Geschichte! Die Polizei zählte 300 Teilnehmer. Dicken Dank und ein großes Kompliment: an alle Menschen, die den HiFi-verdächtigen Lautsprecherwagen geschoben haben, für die vielen hochwertigen Redebeiträge, an die beiden AnmelderInnen Sabinchen und Olaf, die Antifa Nordost, an alle, die Plakate geklebt und Flyer verteilt haben und an alle, die ich hier gerade vergesse…! Wir waren Toll! Ich freue mich auf nächstes Jahr. Wäre doch gelacht, wenn wir dann nicht die Tausendergrenze knacken.

(Andreas Krenzke)

Wichtig! Morgen: alle heraus zum 2. Mai!

Ein komisches Gefühl irgendwie. In den letzten vier Jahren habe ich mich um sie gekümmert, sie überall angemeldet, ihretwegen herumtelefoniert, habe für sie gebastelt und bin sogar bei der Polizei gewesen wegen ihr. Und dann, an ihrem großen Tag, bin ich immer ganz aufgeregt mit ihr durch Prenzlauer Berg gelaufen. Aber morgen kann ich das zum ersten mal nicht tun. Morgen muss ich arbeiten. (Welche Ironie!) Aber hey, sie ist jetzt fünf Jahre alt, da kann sie ruhig schon mal alleine auf die Straße, zumal sich morgen liebe Freunde und Kollegen um sie kümmern werden. Und Ihr alle, ihr alle könnt – ach was: ihr müsst einfach – mitkommen. Und ich verspreche auch, sofort nach Feierabend loszuflitzen und spätestens auf der Abschlusskundgebung einen Redebeitrag zu halten.

Die Rede ist von der Großen Machtvollen Demonstration am 2. Mai, dem internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Um 13 Uhr am Senefelder Platz in Berlin geht es los.

Gegen den Zwang zur Lohnarbeit! Für ein bedingungsloses Grundeinkommen! Gegen die Diskriminierung Arbeitsloser! Für Rationalisierung und Fortschritt! Gegen sinnlose Produkte! Denn Leben ist kein Lohn!

(Andreas Krenzke)

Surfpoeten – ab morgen im Icon!

Vor acht Jahren hatte ich die Ehre und das Vergnügen, ein Surfpoet zu werden. Die Surfpoeten, ein Abend der Liga für Kampf und Freizeit, Literatur und Konzeptdisco, begannen im Bergwerk, waren dann lange im Pavillon im Hundekackepark am Weinbergsweg, danach noch länger im Mudd-Club, zogen Anfang dieses Jahres ins Ballhaus Ost und im Juni Wochen in den fabelhaften Klub der Republik in der Pappelallee. Ab Morgen nun haben wir ein neues Domizil: das Icon in der Cantianstraße 15 (10437 Berlin). Juchu! Hurra! Kommt alle! Sagt allen Bescheid! Es gibt Frei-Bockwurst und als musikalischen Höhepunkt nicht nur die legendäre Disco von DJ Lt. Surf, sondern auch noch den tollen Elektropunk der FIRECOPS live und original.

Was habe ich in den acht Jahren mit den Surfpoeten nicht alles erlebt! Wir waren in der Schweiz und den Niederlanden. Wir haben auf der Bühne gekocht, und uns nackig ausgezogen. Wir haben den 2. Mai aus der Taufe gehoben, den Internationalen Kampf und Feiertag der Arbeitslosen… Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre! Und morgen auf euch!

(Andreas Krenzke)

1.Preis beim Nachwuchswettbewerb!

Na gut, genau betrachtet war es nur der 3.Preis, aber da ich nie zuvor einen Preis bei einem Nachwuchswettbewerb gewonnen habe, ist es zumindest mein 1. Preis. Aber der Reihe nach: Also das war so: Ich war einer von 8 Nominierten für den Stuttgarter Besen, bin deshalb am Dienstag nach Stuttgart geflogen, habe drei Geschichten vorgelesen und das wohl recht gut gemacht und daraufhin das namensgebende Reinigungsgerät in Bronze bzw. Holz bekommen. Der silberne Besen ging an Uta Köbernick, der goldene an Matthias Egersdörfer und der Publikumspreis an Ass Dur. Moderiert hat Dieter Moor, im Backstageraum gab es einen Kamin und alles war gut. Am 1.Mai kann man sich eine 90-Minuten-Fassung der dreistündigen Veranstaltung im Fernsehen angucken (22.40 Uhr SWR).

Und wo ich schon mal beim Angeben bin: Nachdem mich die wahrscheinlich reisefieberbedingte Schlaflosigkeit schon um 7 aus dem Bett getrieben hat, habe ich vorhin mal die Klicks bei YouTube zusammengezählt und bin (für all meine 33 Videos zusammen) auf über 1 Million gekommen – hey! 90% davon gehen natürlich auf das Konto von Kloß und Spinne.

Ich freue mich auch über die vielen Kommentare auf YouTube – manchmal sogar über die kritischen. Die elfte Folge von Kloß und Spinne kommentierte jemand mit den Worten: „überhaupt nicht lustig genau wie alle anderen folgen“ – und da muss ich schon sagen, das ist kein Mensch, der zu vorschnellem Gemecker neigt; nein, nein, das isser nicht. Immerhin hat er mir 11 Klicks gebracht, bevor er sein Urteil gefällt hat.

Das erste Video, das nennenswerte Anguckzahlen hatte, war meine Rainald-Grebe-Hommage (wer will, kann es auch Nachmache nennen) „Mecklenburg„. Nachdem ich das reingestellt hatte, wurde mir etwas mulmig, weil es nach einigen Tagen eine ganze Reihe von Beschimpfungen in den Kommentaren (und sogar per persönlicher Nachricht ein Angebot für Kloppe) gab. Ich dachte an das Star-Wars-Kid, an das Tokio-Hotel-Fan-Mädchen und all die anderen Teenies, die ihr Leben mit unvorsichtig ins Internet gestellten Videos ruiniert hatten – hatte ich die Tupperdose der Pandora geöffnet? Dann gab’s aber plötzlich wieder viel Lob, dann wieder Beschimpfungen, dann wieder Lob und so weiter; so geht das in Wellen dort immer noch zu. Ich habe mit diesem Video sogar eine Art engagierten Anti-Fan gewonnen, der wahrscheinlich bald einen Anti-Fan-Club gründen wird.

Vor einem Monat schrieb er:

„oh mein gott, ich bereue es echt ausversehen auf diesen link gekommen zu sein, mensch junge, überleg doch mal, bevor du solch einen mist hier reinstellst!“

Vor zwei Wochen dann:

„text ohne sinn, kein gefühl für rythmus und melodie…….der 12jähirige im körper eines 13jährigen…gruß und kuss“

… und vor einer Woche:

„ach man, ich werde des dich beleidigen einfach nicht müde……kann mir nicht vorstellen woran das liegt…vielleicht bietest du einfach zu viel angriffsfläche“

Ein Clubmitglied wird er sicher in jenem YouTube-Gucker finden, der vor 2 Monaten schrieb:

“ Im Zug nach Wien also…..Was für eine selbstgefällige Pfeife! Gehen Sie nach Hause Kassengestell-Mann, Sie sind müde. Und schön die Wiener in Ruhe lassen, verstanden Lachnummer!!!“

… und sich vor drei Wochen wunderte, dass ich auf seine Kritik hin nicht sofort das Video gelöscht habe:

„Der Langweiler mit Oberlehrer-Gesicht und Oberlehrer-Brille ist ja immer noch da…. Oh, im Zug nach Wien, das muss man schon mal erwähnen! Wahrscheinlich im Mangel aufgewachsen, dass das so was besonderes ist. Er wollte nie so steif und humorlos werden wie sein Vater. Schade….. Dorfdepp, der in die große Stadt zieht muss leider wieder nach Hause“

(Volker Strübing)

Abschied von der Chaussee (2)

So. Das war’s nun also. Der letzte Auftritt als Mitglied der Chaussee der Enthusiasten ist vorbei. Und einen schöneren Ausstieg hätte ich mir nicht wünschen können. Es war wohl noch nie so voll; am Ende konnten wir einige Leute nicht mehr hereinlassen (falls ihr das lest: Entschuldigt bitte!). Es waren ja auch Ferien und außerdem gab es neben Kirstens Aufnahme und meinem Abschied auch die neue Ausgabe unseres Heftchens „Brillenschlange“ zu feiern. Jochen und Robert haben die Redaktion und das Layout übernommen und einen heldenhaften Kampf gegen bemackte Software geführt, sind zwischendurch verzweifelt und dann über sich hinausgewachsen und haben eine der schönsten Brillenschlangen aller Zeiten produziert. Und ganz sicher die Brillenschlange mit dem schönsten Coverbild, denn das hat der wunderbare Mawil für uns gemalt (Achtung, große Bilddateien): Weiterlesen

Springers Welt und Morgenpost über den 2. Mai

Der tolle Konrad hat mit mir die Demonstration angemeldet, und die Springerpresse hat den schlauen Robert und mich interviewt. Also:

Heraus zum 2. Mai!

Machtvolle Manifestationskundgebung zum internationalen Kampf und Feiertag der Arbeitslosen.

Treffpunkt 13 Uhr Senefelder Platz (Berlin).

 

(Andreas Krenzke)

Schnipselkino!

Am Sonnabend ist es soweit: Da darf ich im Zeise Kino in Hamburg meine Filme auf der großen Leinwand zeigen: Schnipselkino! Unglaublich, oder? Ich bin so gespannt auf Norberts Stimme, wenn sie aus einem Kinosoundsystem kracht :) Neben einigen Filmen – darunter auch Sachen, die es nicht oder noch nicht im Netz gibt (den neuesten „Kloß und Spinne“ zum Beispiel) – werde ich auch die eine oder andere Geschichte vorlesen. Alle müssen kommen. Der Zug braucht nicht lange bis Hamburg. Naja. Hängt ein bisschen davon ab, wo man her kommt.

Bereits am Freitag findet ebenfalls im Zeise der monatliche „Kampf der Künste“ Poetry Slam statt, an dem ich auch teilnehme. Wir hatten die Idee, hinterher einen kleinen Film zu Werbezwecken zu zeigen, und so habe ich heute einen Trailer zusammengebastelt. Wollte eigentlich bloß rasch was zusammenschnippeln, aber dann bin ich ins Spielen und Basteln gekommen und habe jetzt gute 11 Stunden am Computer hinter mir. Und hier ist das Ergebnis:

(Nicht wundern, falls ihr den Anfang kennt: Der stammt aus dem Trailer zu Kloß und Spinne Teil 4.)

(Volker Strübing)