Kloß und Spinne – Folge 16: Das Leben ist ein Ponyhof

(Direkt zu youtube)

(V.S.)

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Mit Anika nach Friedrichshain

Guckt mal :)

Anika und ich kennen uns von der Chaussee der Enthusiasten, wo man am offenen Mikrofon schon Geschichten von ihr hören konnte, bevor sie anfing, das Knallrosa Tagebuch zu führen.

Übriegns keine Sorge: Bald ist es ja vorbei mit den dauernden Nicht-Der-Süden-Postings im Schnipselfriedhof, aber in den nächsten Tagen kommt sicher noch einiges.

(Volker Strübing)

Schnipsel vom 17.3.2009

Zurück

Eine Woche war ich unterwegs, erst mit Kirsten, dann, am Sonntag mit Micha, Ahne und Spider. Berlin – Düsseldorf – Dresden – Leipzig – und überall war es schön, sogar die Lesungen nachmittags auf der Buchmesse haben viel Spaß gemacht. Überhaupt: Die Buchmesse! Tolle Sache! Nur zuviele Menschen. Und zuviele Bücher, aber ansonsten … hm, naja, die Spielwarenmesse ist bestimmt ein bisschen lustiger. Aber dort hätte ich nicht soviele liebgewonnene Kollegen getroffen.
Zwei Höhepunkte waren die beiden Auftritte gemeinsam mit Robert and the Roboters, einer phantastischen Dresdener Surfband, von der ein Teil des Soundtracks zu Nicht der Süden stammt. Leider, leider, leider lösen sie sich auf, aber ich hoffe heimlich, dass die beiden Auftritte in der Groove Station und im UT Connewitz ihnen soviel Spaß gemacht haben, dass sie sich irgendwann reunifizieren.
„Nein, nein!“, haben sie gerufen, als ich von dieser heimlichen Hoffnung zu ihnen sprach, womit sie nicht meinten, dass es ihnen keinen Spaß gemacht hat, sondern dass sie sich nicht wiedervereinigen – aber ich sach mal so: Es hieß auch irgendwann, dass die Mauer noch hundert Jahre stehen würde und dann – bumms! – Wiedervereinigung!

Nö, mach ich nicht

Vorgestern erhielt ich eine Email mit der Bitte, einen Aufruf zur Gegendemo zum Antiislamisierungskongress im Mai in Köln zu verlinken. Das hat mich ein bisschen in die Bredouille gebracht, weil ich nicht zurückschreiben wollte: Nö, mach ich nicht. Machen wollte ich es aber auch nicht, weil ich es zwar sehr gut finde, gegen diesen Kongress zu protestieren, aber keine Lust habe, solche Bitten zu erfüllen (es kamen schon gelegentlich ähnliche Anfragen).
Ich schreibe in den Schnipselfriedhof, was ich so erlebt habe, was „Wir nennen es Arbeit“-mäßig gerade los ist und ganz, ganz selten auch mal etwas nicht völlig Unpolitisches, aber wirklich nur ganz, ganz selten, und wenn dann sind es auch nur persönliche Gedanken zum Thema. Ist nun mal so. Aus Gründen. Ärgert mich selbst manchmal. Ich gehöre leider auch zu den Leuten, die immer, wenn eine Anti-Nazi-Demo stattfindet, für die man früh aufstehen oder eine halbe Stunde mit der Straßenbahn fahren müsste, einen Vorwand finden, doch nicht hinzugehen – es gibt ja immer etwas Unaufschiebbares zu tun und sei es nur das anstrengende Aufschieben unaufschiebbarer Sachen – und die am nächsten Tag traurig und empört sind, wenn sie lesen, dass nur ein paar Hundert oder Tausend Leute dort waren, obwohl Hunderttausende aus der ganzen Republik hätten anreisen sollen, um mal ein deutliches Zeichen zu setzen :(
Also: Auch, wenn ich die Bitte um Verlinkung leider ablehnen muss, hoffe ich doch, dass am 9. Mai in Köln ganz, ganz viele Leute dabei sind …

Entzaubert

Politiker ist glaube ich gar nicht so ein aufregender Beruf, wie man immer glaubt. Gestern belauschte ich in der Kneipe ein Gespräch von Vertretern dieses Gewerbes. (Unfreiwillig, die waren einfach ziemlich laut.) War alles uninteressant, meist so Zeugs darüber, welcher Ausschuss Mist gebaut hat, welcher Kollege doof ist und so. Ich kannte die alle nicht. Barack Obama war nicht dabei, nichtmal Angela Merkel, war wohl Lokalpolitik, aber wahrscheinlich ist es bei den Top-Politikern, denen mit den großen Spielzeugen, auch nicht anders. Bemerkenswert war vor allem folgender Satz: „Das wirklich Spannende morgen wird ja, die Erweiterung der Tagungsordnung um den Punkt Baumaßnahmen an der Dingsbumsstraße …“ Die anderen nickten und ich auch und zwar ein.

Relativierung

Nicht, dass Kneipengespräche unter Autoren zwangsläufig geistreicher und spannender wären …

Über den Zusammenhang zwischen Entbunden und Gebunden

Im Übrigen ist das Nicht-der-Süden-Buch da, hab ich das schon geschrieben? Nee, hab ich nicht. Es ist sehr, sehr gut, zumindest Kirstens Teil und die 32 Fotoseiten in der Mitte und die DVD. Mein Teil ist eigentlich auch sehr, sehr gut, aber das klingt so eingebildet, wenn ich das schreibe, dabei ist das doch das Normalste der Welt, dass man sein Buch toll findet, wer sollte mir einen Vorwurf daraus machen?! Einer Mutter, die behauptet ihr Baby sei das süßeste auf der ganzen Welt, nimmt man das ja auch nicht übel, auch wenn alle sehen, dass es ein totales Knautschgesicht und schütteres Haar und Sabber im Mundwinkel hat.

(Volker Strübing)

Zahl 10 Trink 12

Schön wars in Hannover. (Sorry Christine, es ist wirklich eine Schande, wie ich meine Terminliste vernachlässige.) Ahne hat schon einen Text darüber geschrieben, darum brauche ich nur noch zwei Bilder hier reinstellen:

Der Eingang sah ziemlich deprimierend aus. Ich hätte auch das Festivalzelt fotografieren können oder ein paar schöne Bilder von den Auftritten machen können, aber … nö, das Bild fand ich doch interessanter.

Um die Ecke gab es eine nette Bierstube. Ich weiß nicht, ob dieses Schild ein Anzeichen von Verzweiflung ist (es waren kaum Gäste da) oder ob die Betreiber einfach nur dachten: „Das macht man heutzutage so“.

(Volker Strübing)

Macht Arbeit dumm?

Vorgestern. 9.30 Uhr an den Computer. 22.30 Uhr Feierabend. Ein Bier trinken gehen. Mal auf andere Gedanken kommen. Der Plan funktioniert. Weltbewegende Gedanken sind es nicht. Eine Kellnerin stellt der anderen zwei leere Weingläser auf die Theke, die diese übersieht. “ Wo sind denn die Gläser?“ – „Da stehnse doch, parallel in einer Reihe.“ Das beschäftigt mich. Zwei Gläser – Kreise in der Draufsicht – können erstens nicht parallel und zweitens nicht anders als in einer Reihe angeordnet werden. Versuch mal zwei Gläser im Dreieeck aufzustellen! Die letzten 4 Wörter ihres aus 7 Wörtern bestehenden Satzes enthalten also eine komplett falsche und eine komplett überflüssige Aussage. Ich denke lange und völlig sinnlos darüber nach. Es ist wie ein kleiner Urlaub …

Heute ist richtig Urlaub! Urlaub in Hannover! Micha, Spider, Ahne und ich fahren nach Hannover zum 1. Nationalen Lesebühnenfestival („humorvolle Live-Literatur der Königsklasse“).

(Volker Strübing)

LSD im Lokal (2)

Hier sind ein paar Fotos vom ersten Abend LSD – Liebe Statt Drogen im Lokal.

Warten auf Zuschauer: Uli Hannemann, MichaEbeling und Elis an der Kasse:

Letzte Probe vor dem Klo Auftritt. Ivo und Sascha:

Kollektive Kippen? Gemeinschaftszigarette? Nee, dann lieber doch keinen Kommunismus:

Beim kollektiven Kippenpaffen vor der Tür:

Tube mit Iro:

Micha mit blonden Haaren:

Zur Musik von Erste Stufe Haifisch musste ich mitwackeln:

Ich war ehrlich gesagt ganz froh, kein Mitglied mehr zu sein und den Abend entspannt genießen zu können, ohne mich mit den unvermeidlichen Startschwierigkeiten am neuen Ort auseinandersetzen zu müssen.

Allgemein freudig wurden die deutlich niedrigeren Getränkepreise zur Kenntnis genommen. Doof für mich: Im Bassy habe ich bis zum Schluss Freibier bekommen, das billige Bier im Lokal ist also eigentlich viel teurer :(

(Volker Strübing)

Kloß und Spinne 14: Infizierte Spielzeugroboter

So, da isser:

(Direkt zu YouTube)

Nach Anime Studio hat mich auch noch Video Deluxe im Stich gelassen. Oder mein Computer hat sich zusammen mit mir ein Grippchen eingefangen. Mit der ersten groben Vorführversion war noch alles okay, aber am Freitag, beim Rendern der fertig zusammengesetzten Youtube-Fassung, schlugen ständig irgendwelche Speicheranforderungen fehl. Ich musste den Film dann in 30-Sekunden-Schnipseln rendern, was nochmal 6, 7 Stunden Spaß am Computer bedeutete. Vor allem, weil der Rechner so langsam wurde. Jeder Klick, jeder Zoom, jedes kleine Scrollen in der Timeline dauerte Äonen meherere Sekunden. Und dann habe ich auch noch beim endgültigen Schnipselzusammensetzen was falsch gemacht und die ersten 50 Sekunden Ton fehlten, was ich erst merkte, nachdem ich ihn hochgeladen habe und die ersten verwunderten Kommentare kamen. (Wie das passieren konnte? Also … ach nee, dieser dumme Fehler hat mich gestern schon ne zusätzliche Stunde gekostet, da will ich jetzt nicht noch ne Stunde für Erklärungen ans Bein binden. Sorry an alle, die auf den kaputten Film reingefallen sind.)

Die gute Nachricht in Sachen Kloß und Spinne: Das Animationsprogramm scheint wieder in Ordnung zu sein. Die schlechte: Es wird trotzdem sehr lange keinen neuen Film geben. Ich habe dafür jetzt überhaupt keine Zeit, das ist das eine. Ich habe aber auch überhaupt keine Lust, weil es andere Sachen gibt, die momentan wichtiger und spannender sind. Und das Gedrängel wurde zu einem Problem. Ich habe mich sehr gefreut zu merken, wieviele Leute auf eine neue Folge warten, das war schön und motivierend, aber in letzter Zeit hat es immer fordernder auf mich gewirkt. Wenn ich es bis Ende August nicht geschafft hätte, wären mir wahrscheinlich Mahnbescheide ins Haus geflattert. Wenn da wenigstens einer geschrieben hätte: „Schick mir deine Kontonummer, dann kriegste urst viel Geld von mir, damit du dich um nichts anderes mehr kümmern musst.“ Dann könnte ich auch alle 2 Wochen eine neue Folge liefern!

Aber: Bis mindestens Ende November könnte ich dieses Angebot sowieso nicht annehmen. Und außerdem will ich noch viel Neues erleben und schreiben und ausprobieren, dass ich mich nicht unbedingt auf Lebenszeit zum Angestellten einer hüschen Idee vom letzten Jahr machen will. (Aber das entscheide ich, wenn ich weiß, wieviel „urst viel“ ist ;)

Also: Irgendwann geht’s weiter, aber jetzt ist erstmal Pause.

Viel Spaß beim Filmgucken!

(Volker Strübing)