Bilder der Woche 18/2014 – Sperm-Race, Poop-A-Bike und die Pankower Tardis

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Postkartenständer, vor allem die mit den vermeintlich witzigen oder süßen Karten sind Säulen des Schreckens für Menschen mit Verstand, Humor und Geschmack. Aber darum soll es gar nicht gehen, sondern um dieses Gewinnerspermiumsding ganz allgemein, dem man ja leider recht häufig begegnet. Auch in einer ganzen Reihe Geschichten von geschätzten Kollegen tauchte es schon auf, meistens in der Form: „Ich krieg zwar nichts auf die Reihe, aber deshalb bin ich doch noch lange kein Verlierer, schließlich habe ich das Spermienrennen gewonnen!“ Man kann dieses Siegerargument natürlich ganz leicht aushebeln, in dem man anmerkt, dass die anderen Spermien, die am Rennen beteiligt waren, einfach nur noch größere Loser waren, aber auch darum soll es nicht gehen.

Ich möchte vielmehr meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen, wieviele Menschen – na gut, das kann man ein bisschen eingrenzen: wieviele Männer sich offenbar ausschießlich mit diesem einen Spermium identifizieren. Als sei die Eizelle der Mutter eine leere Büchse, ein Brutkasten, in dem der Samen es weich und warm hat und in Ruhe zu einem Jungen heranwachsen kann. Tatsächlich finde ich das nicht nur verwunderlich, sondern fast ein bisschen ärgerlich, zumindest wenn ich es zwar mit einem Schmunzeln aber doch irgendwie ernst gemeint von Menschen höre, die eigentlich schlau sind (und originell genug, um diesen alten Witz nicht wiederkäuen zu müssen).

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„Bewegungsunschärfe statt Stillstand“. Ich schreibe gerade an einem Text über den menschenverachtenden Europawahlkampf der SPD, den gibt es dann hoffentlich in den nächsten Tagen hier.

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(Pankow I: Es gibt noch Gelbe ! Aber wo ist Dr. Wer?)

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(Pankow II: Ja, ist Pankow. Isso.)

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(Pankow III: King of the Mountain)

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(Hohenschönhausen I)

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(Hohenschönhausen II: Es gibt ja jetzt wegen der Ukraine dieses schöne neue Wort: „Prorussen“. Ich wette, die haben das bedrohliche „Russia“an diese Trümmer gesprüht. Was wollen sie uns damit sagen? Wird uns Edward Snowden wirklich retten?)

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(Hohenschönhausen III)

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Volltreffer. Fühle mich wie der Maulwurf aus diesem einen Kinderbuch. Schreibe vielleicht selber eins: „Vom kleinen Volker, der wissen wollte, wer auf seinen Sattel gekackt hat“. Hat jemand ne Idee? Eichhörnchen? Füchse? Sehr kleine Kinder?

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Cool. Eine Multimedia-Wohnanlage. Das ist wohl dieses omnöse Fortschrittdinges. Wir hatten ja früher nur Monomedia-Wohnanlage, wenn überhaupt! Noch besser wäre natürlich eine Wireless-HD-Multimedia-Anlage samt Flatrate-Wohnen und regellmäßigen Bullshit-Bingo-Abenden der Hausgemeinschaft.

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(3 Jahre „Spree vom Weizen“. Geburtstagsparty der Lesebühne im Ritter Butzke)

Zugabe: Noch mehr Pankow.

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3 Kommentare zu “Bilder der Woche 18/2014 – Sperm-Race, Poop-A-Bike und die Pankower Tardis

  1. Herrlich! Besonders das gelungene Foto vom Sattel mit Mini-Hinterlassenschaft darauf.
    Sehnsuchtsort Berlin – schöne Bilder. Erinnerungen, Erinnerungen…

    Sperm Race: warum soviele intelligente Menschen trotz ihrer Intelligenz dennoch auf derart blöde Sprüche stehen, ist mir auch ein Rätsel. Vermutlich ist es gerade hip (oder ist das Wort schon nicht mehr modern??). Wenn Sie eine befriedigende Erklärung dafür finden, teilen Sie sie mit uns? ;-)
    Viele Grüße, Sathiya

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