Minus 808

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(Toll, zwei Sachen auf einmal machen: Zum Auftritt fahren und gleichzeitig die Todo-Liste abarbeiten. Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass in „Todo-Liste“ das Wort „Tod“ enthalten ist? Aus diesem Anlass sei hier noch einmal auf den letzten Kloß-und-Spinne-Film hingewiesen. Premiere des nächsten Kloß-und-Spinne-Films ist übrigens am 8.1., aber dazu ein andermal …)

Wenn man etwas bei Facebook ankündigt, dann muss man es auch tun. Schließlich lesen nicht nur (je nach Privatspäreeinstellungen) bis zu 1 Milliarde Menschen mit, sondern auch die NSA und die Führer der freien Welt. Und da ich Obama nicht so enttäuschen möchte wie er mich enttäuscht hat (insgeheim hoffe ich, ihn dermaßen zu beschämen und so endlich doch noch zur Schließung von Guantanamo zu veranlassen), habe ich am 17.11. wie versprochen mit Rauchen aufgehört.
Meine Lieblingsapp seither heißt schlicht und einfach „Nichtraucher“:

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(Inzwischen sind es schon 808 Zigaretten, die ich seit dem 17.11. nicht geraucht habe. Wobei das natürlich Quatsch ist: Ich habe eigentlich viel mehr Zigaretten nicht geraucht; sogar als Raucher hätte ich Milliarden von Zigaretten nicht geraucht, weil sie zum Beispiel jemand anders geraucht hat.)

Ein herzlichen Dank an Lars für den Hinweis auf eine Bluemoonsendung von … irgendwann, schon lange her, anno Tobak sozusagen, 2006 oder so, in der ein Mensch im fritz-Studio zu Gast war, der Nichtraucherseminare gibt. Die dreistündige Sendung ist eine geraffte Fassung dieses Seminars. Da gab es zwar nicht viel Neues für mich zu erfahren, aber es hat dennoch gutgetan und geholfen, mir das vor der letzten Zigarette noch einmal anzuhören.
Keine Ahnung, ob ich die hier verlinken darf, auf alle Fälle sollte man sie finden, wenn man nach Blue moon und „nichtraucher in drei stunden“ sucht.

Der erste rauchfreie Monat ging gut über die Bühne (auch hinter der Bühne). Eigentlich war es sogar eine super Zeit, weil es alle paar Tage eine neue Premiere gab: Der erste Kaffee ohne Zigarette. Das erste Bier ohne Zigarette. Der erste Auftritt ohne davor und danach zu rauchen. Das erste Mal in einem Raucherbackstage mit rauchenden Kollegen ohne selbst zu rauchen. Die erste Geschichte seit Jahren, die ich schrieb, ohne zwischendurch zu rauchen und so weiter und so fort.
Bei Auftritten nicht mehr rauchen zu müssen ist beinahe das beste von allem. Wie nervig das war, fünf Minuten bevor es auf die Bühne ging schnell noch eine durchziehen zu müssen …

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Ab und zu benutze ich seitdem wieder meine Elektrozigarette. Aber nur zum Spaß. Mit Liquids ohne Nikotin und lustigen Geschmacksrichtungen. Das gefällt mir gut und man kann lustige Sachen mit dem Dampf machen. Und das beste: Man kann es auch bleiben lassen.

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Es grüßt aus dem Zug Richtung Bodensee: icke

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