… das ist schon einen Asbach Uralt wert

 

Was soll ich sagen: Uns geht es gut, sehr gut, trotz Hitze und wenig Schlaf. Ich bin jetzt durch den Libanon , durch die Türkei und ein geheimnisvolles, unaussprechliches Land, dessen Identität aus (guten) Gründen noch im Dunkeln bleiben muss, gefahren (worden), habe soviel gesehen und erlebt und vor allem: soviele Menschen kennengelernt und Geschichten gehört, dass ich mir vor Bergtouren ernsthaft Gedanken mache, dass mein Kopf in der dünneren Höhenluft einfach platzen könnte, so voll ist er. Was für ein Glück ich habe, so etwas erleben zu können.

Unsere Tage sind so voll mit Eindrücken, Überraschungen, Anregungen, glücklichen Fügungen; wir sind überwältigt von der Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Offenheit, der meisten Menschen, die wir treffen, von den Landschaften und der ganzen Atmosphäre.

Gleichzeitig wird man immer wieder darauf gestoßen, wie schrecklich das Leben hier sein kann, wie Menschen es sich gegenseitig zur Hölle machen. Wenn ein Jugendlicher in Beirut ein kleines Gipsy-Mädchen zu sich heranwinkt, so tut, als wolle er ihr Geld geben und ihr dann ein benutztes Taschentuch in die Hand drückt und sich von seinen Kumpels für diesen grandiosen Scherz feiern lässt. Wenn Kinder nachts Karren durch die Straßen ziehen und den Müll nach Ppier und Plasteflaschen durchwühlen, wenn man erlebt, wie Menschen ihr Leben in totaler Abhängigkeit von der Willkür anderer führen müssen, wenn man Flüchtlinge kennenlernt und Menschen, die wegen der Liebe von ihrer Familie verstoßen wurden.

Wir waren gerade in der Grenzregion zu Syrien und sind in zwei besonders traurige Geschichten hineingestolpert. Zwei Geschichten, die es nicht in die Nachrichten schaffen würden und von denen auch nur eine mit der Situation in Syrien zu tun hat.

Jetzt ist keine Zeit mehr, darüber zu schreiben, wir müssen wieder auf die Straße und gut 500 Kilometer bis Kappadokien durchheizen.

Aber wie gesagt: Uns geht es gut, wir sind glücklich und freuen uns auf den Beginn der richtigen Dreharbeiten am Sonnabend. Guckt ab und zu mal auf dieses Blog: http://monstamovies.tumblr.com/. Da posten Lutz und ich ab und zu von unserer Reise.

Hier noch ein paar Bilder:

 

 

 

 

(Die traurigste Schaufensterpuppe der Welt.)

(Muss auch mal sein.)

Viele Grüße aus der Türkei!

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2 Kommentare zu “… das ist schon einen Asbach Uralt wert

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