Schnipsel vom 17.1.2011


(Bei Bad Freienwalde)

Es ist ein sicheres Anzeichen für Dummheit, wenn man denselben Fehler immer wieder wiederholt. Sich zum Beispiel ständig aufs Neue von Früchteteeverpackungen, die aufregende und exotische Genüsse versprechen, zum Kauf animieren lässt. Zur Zeit stapeln sich bei mir Ananas, Sauerkirsche, Sanddorn, Erdbeer-Rhabarber, Apfel-Feige und Himbeere – und alle schmecken nach Hagebutten.  Früchtetees schmecken immer nach Hagebutten, bestenfalls nach Hagebutten, denen jemand eingeredt hat, sie wären Äpfel oder Sauerkirschen, das müsste ich doch langsam mal begriffen haben!

Zum Glück mag ich Hagebuttentee.

Die Qualität von Brötchen verhält sich umgekehrt proportional zu ihrem Preis. Die zu 26 Cent von Kamps (dem Becks unter den Bäckereiketten) taugen zum Beispiel nur zum Entenfüttern oder dazu, sich das Wochenendfrühstück zu verderben. Sollte es jemals eine allgemeine Theorie von überhaupt allem geben, wird sie sich daran messen lassen müssen, ob sie auch diesen Zusammenhang vorraussagen kann.

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7 Kommentare zu “Schnipsel vom 17.1.2011

  1. Das erste was ich las war: Bad Ferienwalde… das klang gut!
    Mmh apropos Hagebuttentee, ich find den Geschmack furchtbar, der verfolgt mich seit meiner Kindheit.

  2. Hagebutten und Früchtetees finde ich grundsätzlich nur mit Unmengen von Zucker erträglich. Sonst schmecken die wie irgendwie mal an einer Frucht vorbeigelaufen.

  3. Ich hab mich auch schon oft gewundert über den Optimismus mit dem ich Früchteteepackungen betrachte. Ich glaube da steckt ein geheimnissvolles, allumfassendes Urbedürfnis dahinter. Oder so.

    Aber sag mal, Volker, bist du eigentlich permanent an idyllischen Orten? Wie machst du das? Dauerurlaub? Oder bist du ein unerschütterlicher Treckingausflügler? Oder ist das alles Attrappe, ein Medienfake? Ich als Sofapuperin werde da ja fast neidisch. :-)

  4. Hagebuttentee fetzt und die vielen verschiedenen Verpackungen machen das Leben einfach bunter. Die Brötchentheorie scheint mir auch richtig. Und das mit den idyllischen Orten hab ich mich auch schon gefragt.

  5. Von „permanent an idyllischen Orten“ kann leider keine Rede sein, aber es tut gut aus der Stadt rauszukommen. Ich empfehle 6 Tage Sofapupsen und einen Tag Ausflug pro Woche, was ich aber auch nicht schaffe.
    Bad Freienwalde: 80 Minuten ab Hauptbahnhof. Dann nochmal 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof bis zur Biberstelle. Ich hatte allerdings das Vergnügen, mit dem Auto hinkutschiert zu werden. Es gibt rund um Berlin soviele wunderschöne Tagesausflugsziele …
    Silvester haben sich halt ein paar Leute zusammengetan und ein Haus und Jugendherbergszimmer auf der Insel gemietet.

    Ich freue mich auf Mittwoch: Vier Tage nach Mecklenburg/Vorpommern. Freunde besuchen und hoffentlich ein bisschen schreiben und nachdenken. Und das eine oder andere kitschige Foto machen natürlich.

  6. Also ich muss schon sagen: So ein Biber ist schon ein krasses Tier. Man stelle sich doch einfach mal vor, einen unglaublich riesigen Baum durch Abnagen zu Fall zu bringen. Respekt!

  7. Ich habe vorhin 10 Cent Brötchen aus Moabit gefrühstückt und möchter deiner These -bzw dem Umkehrschluss aus ihr- gerne deutlich widersprechen. :)

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