Cyrano 2.0

Das Schlimmste an der 80minütigen Verspätung auf der Fahrt nach Mainz waren eigentlich die Leute, die diese Zeit nutzten, um ununterbrochen „Kann ja wohl nich wahr sein“, „Also, das gibt’s ja wohl nicht“, „Und sowas nennt sich nun ICE“, „Typisch Deutsche Bahn“ oder – Ironie für Doofe – „Ich sag nur: Hochtechnologieland Deutschland“ brabbelten. Einer produzierte sich die ganze Zeit vor seinen Kumpels und kündigte an, wie er den Schaffner zur Sau machen würde. Als der schließlich kam, erwies sich der Idiot zum Glück als Maulheld, blubberte den Zugbegleiter ein bisschen voll („Kannjawohlnichwahrsein50EurofürneFahrkarteundsowasnenntsichnunICE“) und drohte dann damit nächstes Mal den Regionalzug zunehmen, was ich höchst erfreulich fand und für sinnvoll halte, da sein Verhalten ohnehin sehr provinziell wirkte.

Der Mann von Welt macht es wie ich: Ich habe mich auf zwei Stunden Verspätung eingestellt und die Bahn hat es in anderthalb Stunden Verspätung geschafft. Da habe ich mich gefreut. (Von Spinne lernen, heißt Freuen lernen :)

Wo ich gerade bei peinlichen Leuten bin: Gestern Abend war ich mit Freunden in einer Kneipe … naja, eher einem schicken Prenzlauer-Berg-Restaurant, das so tut, als sei es eine Kneipe … und an der Bar saßen ein Mann und eine Frau und sie redeten miteinander und irgendwann fingen sie an sich zu küssen, was an sich nicht weiter bemerkenswert ist, aber der Fönfrisurmann hatte die ganze Zeit über ein blau blinkendes Headset am Ohr. Wir haben vermutet, dass er sich vielleicht von einem Kumpel Baggertips und Anmachsprüche ins Ohr flüstern lässt – so eine moderne Fassung der Cyrano-de-Bergerac-Geschichte, aber dann hätte er es doch ablegen können, als die Küsserei begann. Oder brauchte er da auch Beratung? Als die Küsse etwas stürmischer wurden, krabbelte der Mund der Frau einmal seine Wangen hinauf in Richtung Ohrläppchen – eine Aktion die sie schließlich abbrechen und auf der anderen Seite fortsetzen musste, während der Typ das Headset wieder geraderückte. Also ich weiß nicht, ich weiß nicht.

Was ich auch nicht weiß, ist, ob der Gebrannte-Mandel-Mann in Frankfurt/Main wirklich „Kleine Kotzprobe gefällig?“ gerufen hat, oder ob ich nur gehört habe, was ich hören wollte …


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(VS)

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28 Kommentare zu “Cyrano 2.0

  1. Schöner Post.
    Dinge die man nicht ändern oder beschleunigen kann, muss man einfach hinnehmen. Wenn man sich beschweren möchte, dann sollte man doch an die Bahn direkt schreiben. Der Schaffner kann nun auch nix dafür.

  2. Viele Leute verbringen viel zu viel Zeit damit, sich aufzuregen und Wut bei greifbaren Personen zu kanalisieren. Das ist echt schlimm und traurig…
    …Da könnte man glatt wütend werden. Ich glaub ich geh mal irgendjemanden anschreien. Vielleicht jemanden, der gerade hart arbeitet, um den Gehweg vom Schnee zu befreien.

  3. Solche Helden gibt’s überall. Ich stand neulich bei Schneetreiben und Glatteis an einer Bushaltestelle und mußte einer Mutter zuhören, die in Gegenwart des ca. 10 Jahre alten Nachwuchses allen Ernstes schimpfte (laut genug, um alle Umstehenden mit diesem Beweis ihrer intellektuellen Unterlegenheit zu versorgen): „Dass die Busse sich immer verspäten und dann sogar zwei auf einmal kommen, das machen die Stadtwerke doch absichtlich!“
    Genau, Muddi: Absichtlich. Da stehen dann irgendwo in einer unbeobachteten Ecke Busfahrer samt ihren Bussen, lassen die Fahrgäste drinnen vor Wut glühen und die Wartenden an den Haltestellen draußen im Schnee einfrieren – und das absichtlich! Quasi vorsätzlich! Bis der nächste Bus kommt! (Und der hat sich auch schon irgendwo zehn Minuten versteckt – absichtlich!)
    Das arme Kind…

  4. die u2-ersatzbusfahrer aben sich des öfteren einen spaß draus gemacht, einem den bus vor der nase zuzuknallen, wenn man angerannt kam. die rache der servicekräfte. als die straßenbahn wieder fuhr, fuhren die busfahrer, wenn sie gleichzeitig mit der bahn eintrafen, den wartenden vor die nase, so daß man um den bus latschen mußte, um in die bahn zu kommen, die dann schon weg war. das war auch absicht, autos müssen nämlich halten, wenn die bahn kommt. wenn nach 20 minuten 2 busse hintereinander kamen, manchmal auch 3, dann fuhren sie trotzdem alle möglichst schnell wieder los, statt mal zu warten und den abstand zu vergrößern. kein gutes wort über diese busfahrer! und diese scheiß-lichtschranken an den türen, die die ganze zeit genervt haben, habe ich noch in keinem anderen land erlebt.

  5. Hmm, wenn 3 Busse auf einmal kommen haben die ersten beiden vermutlich Verspätung und fahren schon einem Fahrplan hinterher, ist doch wie am Flughafen. Damit der Plan irgendwann wieder funktioniert und alle Fahrgäste das Vehikel ebstellt bekommen wenn sie es erwarten muss halt ne Weile dem Plan hinterher gefahren werden. Find ich jetzt nicht sonderlich unmenschlich. oO

    Ich hoffe ich übersehe im EIngangspost nicht die Ironie, denn ich erleb das derzeit jeden Tag. Und jeden Tag amüsier ich mich über zenternde Menschen. ^^

  6. Ich stimme Dir zu…
    Das schlimmste sind die Leute die immer nur am nörgeln sind… einfach mal gelassen nehmen. Immerhin fährt die Bahn überhaupt noch. Und der kleine Schaffner macht eh nicht die Fahrpläne…

  7. *gnahaha* Klingt, als würdest du von Leipzig reden, Jochen. Hier machen das aber sowohl Bus- als auch Bahnfahrer. Grundsätzlich!

  8. Busfahrer sind natürlich das personifizierte Böse (bis auf eine, mir persönlich Bekannte Ausnahme ;) Zum Busfahren gehört die Bosheit wie zu einem Friseurladen das schlimme Wortspiel.

  9. Fährst Du erste Klasse? Offenbar nicht. Da sind die Sprüche noch etwas interessanter, vor allem, wenn der Herr Consultant während der Heimreise seine Frau anruft und ihr seinen Tag beschreibt. Und was er für ein Hecht ist! Der einzige, der wüsste, wie´s geht! Und dann telefoniert er mit seinem Vorgesetzten. Schleimend, kriechend und speichelleckend gleichzeitig hört sich derselbe Tag dann irgendwie ganz anders an. Und dann kommt die Durchsage… Und dann der Schaffner…

    Bahnfahren ist für mich Diät Nr. 1 – nicht wegen des Essens im Zug, sondern wegen des andauernden Würgereizes, den ich verspüre. Komisch, dass die Bahn selbst nichts dafür kann. Oder doch? Ganz sicher kann sie was dafür. Sie kann für alles was, auch für´s Wetter.

  10. Nörgler, nörgler und wieder nur Nörgler. Ein Pack, zu verwöhnt von allem, dass sie dann doch wieder nichts nutzen. Alle müssen warten? Prima, dann gehn wa doch gemeinsam nen Kaffee trinken und lernen uns kennen. Zumindest damit lässt sich der Tag versüßen, auch wenn der Kaffee nur Schwarz ist. Bücher? Kennt keiner. iPad? Bitte was? Smartphones? Urgh. Na dann: warten wir eben und nörgeln.

  11. Der Mann von Welt muss dies wohl auch nicht jeden Tag zwei Mal über sich ergehen lassen.
    Und warum ist die Meckerei darüber denn falsch, dass die Züge ausfallen, weil überall nur gespart wird?

    Trittstufen können wegen Vereisung nicht ausgefahren werden – beheizen geht offensichtlich nicht.
    Absolut grandios für ältere Menschen oder Personen mit Kinderwagen etc. die dann gute 60cm runterhüpfen bzw. hochsteigen dürfen. Dies selbstverständlich vom nicht geräumten und ebenfalls nicht gestreuten Bahnsteig.

    Weil alle Gleise die nicht absolut nötig sind um bei perfektesten Bedingungen alle Züge im Fahrplan zu halten abgeschafft wurden blockieren sich die Züge gegenseitig. Eine einzige Verspätung wirkt sich auf etliche Züge aus, da es nirgendwo Ausweichmöglichkeiten gibt, sondern RB, RE usw. hinter eine S-Bahn herschleichen müssen, die die Gleise blockiert.

    Aber natürlich darf man sich nicht aufregen, denn es ist ein Jahrhundertwinter. Früher wurde es niemals -5 Grad kalt. Es gab nie Schnee und niemals Eis.
    Ich rege mich auch sicher nicht über die Bediensteten der Bahngesellschaften auf, sondern über das Management.

    Früher, als noch alles gut war, hieß es noch „fahren wie auf Schienen“ in der Werbung.
    Bei der Bahn hieß es „Alle reden vom Wetter, wir nicht.“
    entsprechendes Bahnplakat

    Da stehe ich lieber eine Stunde im Stau, dort ist es wenigstens warm, als stundenland in der Kälte auf Züge zu warten, die dann gern auch komplett ohne Durchsage ausfallen.

  12. @Frederik: Klar kann man sich ärgern, meinste mir passiert das nicht? Und dass nicht alles gut ist, ist auch klar. Aber dieses sinn- und folgenlose Dauergemecker trägt keinen Pups zur Verbesserung bei und nervt einfach. Die schlimmsten Idioten neulich im Zug mussten das übrigens auch nicht jeden Tag zweimal über sich ergehen lassen, sondern fuhren zu irgendeinem blöden Fußballspiel. Im Übrigen bezweifle ich, dass irgendjemand zweimal anderthalb Stunden Verspätung täglich über sich ergehen lassen muss.

  13. Nun ja, Frederik, meckern ist erlaubt und sicher hat auch niemand was dagegen. Was aber mir zum Beispiel total gegen den Strich geht, ist das Verhalten der Leute, die prinzipiell nicht aufhören rumzumeckern. Da wird gezedert, gemault und sogar rumgeschrien, was das Zeug hält. Das ist im höchsten Maße asozial.

    Bei uns in Leipzig ist neuerlich der ÖPNV zusammengebrochen, nachdem es Eisregen gab, weil die LVB keinen Notfallplan haben. Was kann jetzt aber bitte der Straßenbahnfahrer dafür, dass sein Arbeitgeber mit in der Rush Hour den Verkehr einstellt?? Da wurden Bahnfahrer zur Sau gemacht — selbst dann, wenn mal einer so nett war und noch die Leute an der Haltestelle informiert hat. Selbstverständlich ist das bei den LVB-Fahrern übrigens nicht.

  14. Also, dass Männer ein Headset beim Date tragen, ist doch nichts ungewöhnliches. Am anderen Ende sind aber nicht die Kumpels „die die besten Anbaggertipps durchsagen“ sondern Freundinnen, die als Online-Expertinnen den Müll übersetzen, den die Frau gegenüber den ganzen Abend erzählt und wann man dann nun endlich an die „Fick-mich-Gabelung“ kommt, also dem Punkt, an der man es dann entweder richtig macht oder falsch :-)) Wann könnten denn wohl Männer einmal Frauen richtig verstehen ???

  15. Sehr schöner Post, habe einiges wiedererkannt. Die Bahnnörgler, die den Schaffner zur Schnecke machen, sind auch diejenigen, die im Aldi nach zwei Minuten Wartezeit nervös nach einer weiteren Kasse verlangen und sich über den „Scheißladen“ aufregen. Das sind die, die im H&M ein T-Shirt für 4,95 kaufen und nach einem halben Jahr einen Riesenaufstand an der Kasse machen, weil es sich verzogen hat. Die morgens beten „meine tägliche Aufregung gib mir heute“ und in der Publikation mit den großen vier Buchstaben stets fündig werden.

    Manche Schaffner haben allerdings fast schon Humor: Neulich im Ersatzzug (Binz-Stuttgart, 7 statt 11 Wagen, kein Speisewagen, usw.): „Ihre Reservierungen können leider nicht wahrgenommen werden, bitte setzen Sie sich einfach hin, wo Platz ist. Falls Sie einen finden.“

  16. Die Nörgler habe ich auch oft genug erlebt. Ich war 7 Jahre lang mit Bahncard 100 unterwegs und habe ettliche Bahnkatastrophen erlebt. Mit Gelassenheit läßt sich das besser ertragen. ABER: Wenn ich am Wochenende mal mit meiner Frau auf Tour war und sie überzeugen konnte, die Bahn zu nehmen (billiger, stressfreier als Auto und oft auch schneller) ist wirklich JEDESMAL ALLES schiefgegangen…. Von Zugausfällen über „lustige“ Fußballfans war alles dabei. Ich kriege sie jetzt nicht mehr in einen Zug. In den 7 Jahren habe ich selbst vielleicht 3 oder 4 eine drastische Verpätung gehabt (1 Stunde oder länger), aber irgendwie scheinen „Gelegenheitsfahrer“ das Unglück anzuziehen. Und die sehen das dann als Regelzustand ein.

  17. Es scheint allgemein eher akzeptiert zu sein, wenn ein Nörgler den armen Busfahrer anschnauzt, als wenn ein Fahrgast einen Nörgler auffordert, jetzt das herumschnauzen zu lassen.
    Das ist mir kürzlich passiert. Da wurde mir nach einem „jetzt ist aber auch mal gut“ vorgeworfen, ich würde die Meinungsfreiheit verbieten wollen.
    Plötzlich wandte sich ein vollbesetzter Bus gegen mich.
    Aber ein typisches Leben in Deutschland besteht in der Suche nach jemandem, bei dem man sich beschweren kann. Da ist es egal, ob man sich mit dem Management des öffentlichen Verkehrs-Dienstleisters, dem Busfahrer oder einem anderen Fahrgast anlegt. Es geht nämlich gar nicht darum, eine Veränderung herbeizuführen. Nein, Hauptsache, man hat sich beschwert!

  18. Als ich am Sonntagabend zur Nachtschicht durfte sah ich den 265er-Bus nur noch von hinten und durfte fast 20 min. warten. Freude heller Götterfunke .
    Als ich am Montagabend zur Nachtschicht durfte, war ich besonders clever . Ich ging also 10 min. früher los und der 265er-Bus fiel komplett weg. In solchen ewigdauernden Momente fällt mir trotz angestrengten und ernsthaftesten Nachdenken kein Grund zur Freude ein. Ein Gedanke der mir dann immer wieder kommt ist „Was würde Caligula jetzt tun“. Den Wowi-Bär mal eine Stunde im Schnee verbuddeln damit er begreift was frieren heißt, und das natürlich als sein Freizeitvergnügen?

    Was anderes? Die Bahn bietet Früh-und Rabattbuchern an ihre Tickets zurückzugeben, weil Sie die Züge vollkriegt mit Kunden, die bald jeden Preis zahlen um aus der Scheisse zu kommen?
    Steigen die Werbeeinahmen der S-Bahn wenn ich mir statt 5 min, sage ich mal 25 min lang die Plakate betrachten darf? Warum machen die nicht mehr Werbung für warme Winterkleidung, Taschenwärmer und so?
    Um wieviel Prozent steigt der Umsatz der Kioske und Fressautomaten, wenn der Fahrgast nicht immer gleich von der S-Bahn weggeschafft wird, sondern genug Muße hat aus dem reichhaltigen Angebot auzuwählen?
    Ich breche hier lieber ab, ich darf noch zur Nachtschicht. Und sonst Allen alles Gute, auch den Busfahrern.

  19. Hmmm – mal abgesehen davon, dass ich auch nur zustimmen kann, ist mir aufgefallen, dass die Überschrift der Kommentare ein klein wenig, sagen wir mal, seltsam aussieht.
    „Kommentar“ ist ja deutsch, aber nach dem Namen folgt ein „on“ mit dem deutschen Monatsnamen und ’ner englischen Datums- und Zeitangabe (pm gibt’s in D nich‘).
    Ein klein wenig Anglizismus ist ja ok – aber wenn schon dann ausschließlich und nicht so’n zusammengesetztes Etwas. Oder soll hier auch Denglisch eingeführt werden? Dann wär’s wahrscheinlich in Ordnung ;)

    mfg: ein Nörgler vor dem Herrn

    :D

  20. Ich wurde – uniformiert – schon mal im Zug von aufgebrachten Reisenden aufgefordert, „etwas zu unternehmen“. Ich fragte, was ich denn tun solle? Die Pioniere holen? Meine Panzerfaust aus dem Rucksack holen und den Schaffner erschießen? Gina hat im „Latrinum“ zu ihren Bahnerlebnissen auch einiges geschrieben: http://latrinum.wordpress.com/?s=bahn&x=0&y=0 (Ups, darf man „Werbung“ für andere Blogbeiträge machen? Sorry wenn nicht. Ich lese normal nur und kommentiere extrem selten und wenn dann nur bei Gina…)

    In jedem Fall hat man es mit der Bahn besser als die, die in London seit Tagen am Flughafen festsitzen. Das sollte auch mal gesagt werden.

    Grüße in die Runde

    Sven

  21. Ich bin auch wirklich sehr für Gelassenheit und Nutzung von Wartezeiten für kleine Meditationseinheiten im Alltag, aber nachdem ich mir jetzt täglich sowohl morgens als auch abends bei Wartezeiten zwischen 45 min und 1h auf Bus und Bahn den Allerwertesten wegfriere, nervt mich diese Abhängigkeit von den unzuverlässigen Vekehrsmitteln langsam sehr. Ich habe mir jetzt deshalb Spikereifen fürs Fahrrad bestellt und dann werde ich mich lieber dem Kampf mit Schnee und Eis im Direktkontakt widmen als zur Untätigkeit verdammt meine Lebenszeit an Haltestellen vergeuden zu müssen. Wofür aber weder Busfahrer noch Schaffner irgendwas können…

  22. @Anne: Ganz off topic: Besser als Spikes sind Breitreifen (2.4er) mit sehr wenig Luft. Das „pappt“ sehr gut und hat Grip im Schnee. Spikes sind teuer und ohne wirklich dicke Eisschicht kaum fahrbar weil laut und rutschig (Metall auf Asphalt). Ansonsten hilft das Popometer, gepaart mit Fahrpraxis über die „staade Zeit“. Ich persönlich liebe Biken im Winter!

  23. Die Bahn ist aber wirklich momentan in einem unglückseligen Zustand…,gerade wenn man 2x die Woche mit IC pendelt, um an die Arbeit zu kommen, sind 2 Stunden Verspätung echter Horror…Ich fahre doch nicht um 6 Uhr los, um dann pünktlich um 10 Uhr an der Arbeit zu sein…Für eine Fahrt die 1 Stunde dauern sollte…Klar Schneechaos und so, aber irgendwann sollte man sich auch Mal drauf eingestellt haben…Über Bus Anschlussverbindungen rede ich ja gar nicht mehr…

    Tja, ÖPNV gehört meiner Meinung nach eh in die öffentliche Hand und nicht an die Börse, aber das ist ein anderes Thema…

    Dennoch: Solche -wie oben beschriebenen- ‚Maulhelden‘ gehen mir auch auf den Senkel…Schließlich kann man dann auch nix mehr machen, wenn man in der Bahn fest sitzt und ich bevorzuge dann auch meine Ruhe

  24. Mainz… Ich kam gestern erst nicht aus Mainz weg, weil mein Zug ausgefallen war. Und? Allein schon das strahlende Gesicht der Dame am Schalter, weil Sie endlich mal jemanden vor sich hatte, der .nicht. rumgeschnauzt hat, hat für das Stündchen warten auf den nächsten Zug entschädigt. Und zusätzlich drückte sie mir sofort einen komischen Umschlag in die Hand, mit dem ich innerhalb von sechs Tagen meine Fahrtkosten komplett erstattet bekomme – ich wusste erst nicht, wie mir geschieht und musste noch einmal nachfragen, ob das jetzt ihr Ernst sei. :)
    Wer bei diesem Wetter nicht entspannt bleiben kann, noch dazu so kurz vor Weihnachten, dem ist, glaube ich, ohnehin nicht mehr zu helfen…

  25. @Gina
    Da ich ein längeres Stück durch einen vereisten Wald fahren muss, wollte ich mal Spikereifen ausprobieren. Ich werde die auch nur wenig aufpumpen, so dass sie für das Stück Straße dann Halt genug haben…

    Gruß Anne

  26. Ich mach das immer so:
    Wenn ich vonner Arbeit heim fahre is immer scheiß viel Verkehr. Wenn da mal wer links abbiegen tut obwohl ich gerade aus fahren will reg ich mich künstlich auf und beschimpf die Person lautsark im Auto. Kriegt aber keiner mit weil ich die Musik auch immer recht laut hab. Ich weiß das die anderen Autofahrer nix für können und ich denke die kriegen das auch garnicht mit wenn ich im Auto tobe. Ist für mich in gewisser weise nur ein Ablassventiel für angestaute Agressionen. Falls das doch mal jemand mitkriegen sollte nimmt die Person das hoffentlich mit Humor auf.

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