Kommt alle! Morgen: 2. Mai – Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

Groggy, wie man früher sagte. Um 6 aufgestanden, vormittags gearbeitet, bis eben die Wisbyer Straße blockiert und nachher um 8 bin ich beim Kantinenlesen. Male ich es jetzt, oder besser morgen früh, das Vorder-Transparent der Demo am 2. Mai um 13 Uhr Senefelder Platz? Mal sehen. Wir sehen uns morgen zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

(Andreas Krenzke)

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5 Kommentare zu “Kommt alle! Morgen: 2. Mai – Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

  1. Ich versteh das nicht, ich mein irgendwie ist es doch mal ganz schön wo anpacken zu können und zu arbeiten. Und wenn man dann fertig ist und das Problem gelöst ist und dann auch noch jemand sagt hier hast du etwas damit du dir was zu essen kaufen kannst und was zum anziehen etc. dann hat man doch gleich noch ein besseres Gefühl. Natürlich wäre es gut wenn es ein Grundeinkommen für alle gäbe und jeder für sich entscheiden könne ob er arbeiten will. Aber ich glaube nicht das irgendjemand untätig Jahr um Jahr zu Hause rumsitzen kann. Ich mein wo ist denn dann…. der Sinn des Lebens? Naja nee das klingt komisch als wäre Arbeit der Sinn des Lebens. Aber irgendwo ja doch. Weil durch seine Arbeit Definiert man sich doch? Oder nicht. Egal was man tut. Ich mein hätten die Höhlenmenschen die Hände in den Schoß gelegt und gewartet, ich bezweifel das das Mammut sich freiwillig zum sterben aufs Feuer gelegt hätte …
    Und das ist doch schlieslich der Lohn der Arbeit … das Überleben… obs nun noch nen Umweg übers Geld gibt oder nicht. Und ohne Überleben macht das Leben keinen Sinn … und dann braucht man auch nicht mehr über einen Sinn nachzudenken… also ähm … kann mal jemand verständlich erläutern was das genau bedeutet? Ich mein sonst könnte man darauf kommen das körd recht hat…. und das klingt irgendwie zu einfach ….

  2. @Martin
    Es geht doch nicht darum, Dir oder jemand anderen das Arbeiten madig zu machen, ganz im Gegenteil sogar! Primär geht es um drei Punkte, 1. die Abhängigkeit Deiner Lebensweise von einem Lohnerwerb zu durchbrechen, zum 2. auf ein Umdenken in Bezug auf Arbeit „hinzuarbeiten“. Heutzutage ist es so, dass Lohnerwerb prinzipiell jeder anderen Arbeit höher gestellt ist. Das „Ansehen“ einer Arbeit erhöht sich mit dessen Höhe der Bezahlung, völlig unabhängig von ihrem eigentlich Nutzen. Um ein (leicht idealisiertes) Beispiel zu bringen: als Steuerberater, Beamter im Arbeitsamt oder Moderator von Wetten Dass wird Dir ein höheres Ansehen, auch in Form des Gehalts, entgegengebracht, als wenn Du Sozialhilfe beziehst, aber gleichzeitig Kinder großziehst und ehrenamtlich im Altersheim tätig bist. Das Ansehen, welches einem entgegengebracht wird sollte sich mMn. aber hauptsächlich am tatsächlichen Nutzen für die Mitmenschen orientieren. Und 3. geht es um nichts weniger, als sich grundsätzliche Gedanken über die Entwicklung eines Wirtschaftssystems zu machen, dass der Entwicklung der letzten Jahrzehnte Rechnung trägt. Die demografische Entwicklung und die Automatisierung von Arbeitsvorgängen haben seit Beginn der industriellen Revolution dazu geführt, dass heute eben nicht mehr jeder einer Erwerbstätigkeit in Industrie, Dienstleistungsbereichen und Landwirtschaft nachgehen muss, damit allen Menschen das Überleben ermöglicht wird. Im Gegenteil geht der Bedarf an „arbeitenden“ (d.h.einem Lohnerwerb in den klassischen Bereichen nachgehenden) Leuten immer mehr zurück. Es ist daher Unsinn, wenn Vollpfosten in der Politik „Arbeit für alle“ fordern. Das führt nur dazu, dass viele Leute zu unsinnigen Tätigkeiten verdonnert werden, obwohl sie ihre „Arbeitskraft“ auch in sinnvollere Aktivitäten hätten stecken können, wie ehrenamtliche Tätigkeiten oder das Erstellen von Kloß und Spinne Videos.

  3. @Klohummel
    Wenn das die tatsächlichen Ziele sind dann kann ich nur zu deiner gesamten Antwort sagen:
    Da stimm ich voll mit dir überein … und das representiert auch so ziemlich meine Meinung… weshalb ich auch ein Vertreter des Bedingungslosen Grundenkommens bin.
    Also ähm danke für die Aufklärung …

  4. Ich bin für doppeltes Grundeinkommen für alle. Dann hätte nämlich jeder mehr.

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