Häkchen machen

Noch vier Tage, dann geht es los, ab nach Amerika, an den Mississippi. Und es ist noch soviel zu tun. Und das schwierigste ist, erst einmal herauszufinden, was noch zu tun ist. Gestern habe ich den wichtigsten Punkt der To-Do-Liste abgearbeitet: Das Erstellen einer To-Do-Liste. Aber ich habe den Eindruck, dass sie nicht vollständig ist, da sie kaum anderthalb Seiten in meinem Notizbuch umfasst, dabei habe ich sogar „noch 4 mal schlafen“ reingeschrieben, das kann doch nicht wahr sein!

Ein Punkt lautet „Schnipselfriedhof!!!“ und soll mich daran erinnern, hier noch etwas über die Reise zu schreiben, und diesen Punkt werde ich jetzt (leider etwas lieblos) abhaken.

Also:

Kirsten kann nicht mitkommen. Statt eine „Vertretung“ mitzunehmen und die Nicht-der-Süden-Idee „zwei Schriftsteller fahren nach da und da“ aufzugreifen, schicken wir diesmal eine Journalistin und einen Autor auf die Reise. Der Autor bin ich, die Journalistin ist Patricia Schäfer. Sie moderiert beim ZDF-Morgenmagazin, hat Amerikanistik, Politikwissenschaften und Neuere Geschichte studiert. Ich bin gespannt, wie das zusamen funktionieren wird – aber ziemlich sicher, dass es funktionieren wird.

Wir werden sieben Wochen unterwegs sein. Wir kommen in Houston an, fahren mit dem Auto nach New Orleans und dann in zwei Wochen hoch nach St.Louis, wo die eigentliche Reise auf dem Mississippi zurück nach New Orleans beginnen wird. Der Hinweg mit dem Auto dient als Recherchereise; unterwegs werden wir die Orte besuchen, an denen wir später drehen werden, mit den Leuten reden, die wir von Berlin aus kontaktiert und um Mitarbeit gebeten haben und hoffentlich recht viele weitere Dinge entdecken, die in unseren Film passen.

Unser Floß wird 60 Quadrateter groß sein – nicht viel bei 8 bis 10 Passagieren und 5 Mann Besatzung. Da ist kein Platz für ein Hotel an Bord, wir werden zelten. Nun würde ich mich natürlich nie auf 5 Wochen zelten einlassen, schon gar nicht, wenn wir die meiste Zeit arbeiten werden, aber oft sind wir ja in Städten und Städtchen und bekommen zwischendurch immer mal ein Bett.

Die fertige (dreiteilige) Serie soll im nächsten Frühling auf 3sat laufen – Anlass ist der hundertste Todestag von Mark Twain. Und natürlich wird Mark Twain auch ein wichtiges Thema sein, aber dazu will ich noch nichts weiter sagen. Auf alle Fälle wird es keine Mark Twain Doku und schon gar werden wir uns anmaßen, in seine Fußstapfen treten zu wollen, nee, nee.

Wir werden übrigens ein eigenes Weblog für die Reise anlegen, in das alle Teammitglieder schreiben können. Wird dann hier verlinkt.

Ach ja: Der Arbeitstitel lautet: „Mr. und Mrs.Sippi“, aber das ist wie gesagt nur ein Arbeitstitel und niemand ist mit irgendjemandem verheiratet oder so.

So, jetzt mache ich erstmal ein Häkchen in der To-Do-Liste, ein halbes nur, weil es natürlich noch einiges zu erzählen gibt, und widme mich dem nächsten Punkt: „Urst viel rauchen“.

(V.S.)

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7 Kommentare zu “Häkchen machen

  1. Kleiner Tipp: Im vorraus rauchen brauchste nu auch nicht. Es ist zwar überall verboten, aber ich glaube es gibt immer mal so ’ne Raucherzone… (Ich unterlasse mal das rauskramen und verlinken eines passenden Fotos.)
    Viel Spaß
    Dörte

  2. Na guck an, mit der Moma-Patricia. Da fehtl es mal bestimmt nicht an Tassen. Mal sehen, wie ihr die Aufstehzeiten synchronisiert bekommt. Obwohl, die sind bestimmt fremdgesteuert. Gibts dann eigentlich immer wieder live-Schalten ins Frühstücksfernsehen?

  3. Gruslig – ich habe vor zwei Tagen auch auf meine Todo-Liste geschaut und festgestellt: Viel mehr als „Todo liste machen“ steht da nicht drauf.

    Viel Spaß schon mal!

  4. Volker, Volker, urst viel rauchen? Das hört sich aber nicht nach einer Reise an auf die du dich freust!
    Ich will dir ja nicht das „ziemlich sicher, dass es funktionieren wird“ wegnehmen, aber mit Kirsten war´s bestimmt lustiger!

  5. Na dann wünsch ich euch eine gute reise!
    wird es eigemtlich zu der serie wieder ein buch geben? bei nicht der süden fand ich das eiegntlich noch viel besser als die fernsehserie.

    Alles gute dann,
    Marcus

  6. Da Kirsten sich scheinbar sehr viel Mühe gab, mehr als Kumpel und eher gar nicht als Frau mitzureisen,verspricht die neue Konstellation zumindest eine Metaebene mehr

  7. Pingback: Mr. und Mrs. Sippi « Bücherlei Notizen

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