Das große Zittern

Ich bin ganz schön aufgeregt. Heute in drei Wochen läuft die erste Folge unseres Films. Im Fernsehen, verrückt, oder? Ich habe keine Ahnung, was da auf uns wirklich zukommt. Selbst wenn die Einschaltquoten minimal werden sollten, werden das doch viel mehr Leute sehen, als alles, an dem ich vorher beteiligt war. Wahrscheinlich werden auch ein paar Berichte in Zeitungen stehen, und sicher wird auch der eine oder andere Verriss darunter sein. Das wird hart, aber da muss man durch. Selbst Schuld, wenn man sich an die Öffentlichkeit wagt; ich habe es ja nicht anders gewollt. Für mich ist das alles eine Riesensache, immerhin war ich auch mit dem Film und dem Buch 9 Monate beschäftigt (andere schaffen in der Zeit ein Kind) und ich habe noch nie bei etwas so Großem und Aufregenden mitgemacht. Meine Kurzgeschichte und YouTube-Filme hatten ein durchschnittliches Produktionsbudget von vielleicht zwei Euro, bei „Nicht der Süden“ lag es deutlich darüber, was auch dazu führt, dass die Verantwortung, seinen Teil gutgemacht zu haben, viel größer ist, und dass man sich umso stärker fragt, ob man ihr gerecht geworden ist. Das müssen natürlich die Zuschauer entscheiden. Sehr beruhigend ist der Gedanken, dass es so eine „Riesensache“ nur für uns Beteiligte ist. Von einem anderen Standpunkt aus ist es nur ein klitzekleiner Beitrag unter Millionen anderen im großen weißen Rauschen der Medienwelt …

Genauso aufgeregt bin ich, was das Buch angeht. Kirsten und ich haben getrennt daran geschrieben, es gibt also zwei Teile, die durch 32 Seiten mit wunderschönen Fotos getrennt sind. Kirsten hat einen kurzen Roman geschrieben, über den ich nur verraten will, dass er sehr gut ist und eine sehr überraschende Grundthematik und Herangehensweise an das Projekt hat. Mein Teil erzählt eins zu eins von der Reise und den Dreharbeiten und vor allem von mir und das ist komisch, weil es so privat geworden ist. Das hatte ich gar nicht unbedingt geplant, und ob es eine gute Idee war, weiß ich nicht, aber es ging nicht anders.

Morgen früh kann man sich übrigens Kirsten und mich angucken, wie wir unausgeschlafen Fragen beantworten. gegen 8.50 Uhr im ZDF Morgenmagazin. Bin mal gespannt. Ich muss es ja zum Glück nicht sehen, das ist ein Vorteil von Live-Ausstrahlungen.

(Volker Strübing)

Advertisements

26 Kommentare zu “Das große Zittern

  1. Schade das ich es mir Morgen früh nicht ansehen kann, da ich arbeiten muss, aber die erste Folge im Fernsehen, hoffe ich nicht verpassen zu müssen, ansonsten muss ich wohl den alten Videorecorder rausholen und irgendeinen alten Film überspielen.

  2. soweit ich weiss landen doch recht viele sendungen und beitraege von zdf auch online auf deren seite – bin mal gespannt ob das interview das auch schafft {=

  3. Pingback: Voland & Quist Verlagsblog » Blog Archiv » Morgen: Nicht der Süden im ZDF-Morgenmagazin

  4. Wahrscheinlich sollte ich dich eher beruhigen Volker, aber ich mach jetzt mal noch n bisschen mehr Druck. Die Einschaltqouten werden nämlich bestimmt nicht so minimal sein. Denn das Thema ist interessant, 20:15 Uhr und: Das ganze ist ein MUSS für alle Volker Strübing-Fans, zu denen ich mich zähle. „Nicht der Süden“ ist sowieso alles andere als nur ein kleines Rauschen. Außerdem ist es auch für andere eine große Sache, zwar keine Riesensache wie für alle Beteiligten, aber doch ziemlich groß. Ich zum Beispiel zähle auch schon seit ein paar Wochen die Tage bis zum 19.3. runter. Aber ansonsten kann ich dich vielleicht schon etwas beruhigen: Kloß und Spinne hat mit den meisten Folgen ja schon die 100000-Zuschauer-Marke durchbrochen. Wenn das nicht Aufmerksamkeit ist. So, jetzt hab ich aber genug Druck auf- und abgebaut :-) Viel Glück im Morgenmagazin!

  5. Ja, die Klickzahlen von Kloß und Spinne sind schon der Hammer. Aber da sieht man mich nicht ;) Außederm ist die Wahrnehmung von Fernsehen glaub ich noch mal anders.
    Wie auch immer: Ich hab ein bisschen Bammel, aber vor allem freu ich mich drauf. Ich glaube, das habe ich im Beitrag oben gar nicht erwähnt …

  6. manchmal ists schon verrückt, da sieht man den herrn strübing mal zufällig auf einer lesebühne, verbucht ihn unter gefällt sehr, schaut hin und wieder in seinen blog, irgendwann täglich und siehe da: ruckzuck ist man abhängig von kloß&spinne, kennt alle strübingschen youtube-ergüsse und schreibt sich schon wochen vorher die „nicht der süden“ ausstrahlungstermine dick und rot in den kalender. und wenn ich jetzt lese, dass der macher selbst sorge hat vor fehlender resonanz, dann freu ich mich doch glatt mal sagen zu können: also ich bin dabei die einschaltquoten in die höhe zu treiben und mind. 5 freunden hab ich auch schon bescheid gegeben ;) liebe grüße, ralf

  7. Rot im Kalender … cool :)
    Aber wenn ich mir bei aller Vorfreude auch ein bisschen Sorgen mache, dann nicht um fehlende Resonanz … ach, und was heißt überhaupt Sorgen. Es ist wahrscheinlich die Fernsehentsprechung vom Lampenfieber bei der Bühne. Das muss so, sonst wäre es auch langweilig.

  8. Da ich gerade voll auf Dokus und NDR-Fernsehen und arte und so steh, passt der Film da sehr gut in mein Fernsehkonzept. ;) Ist schon notiert und wird mit Spannung erwartet. Aber davon solltet ihr euch nicht so viel Druck machen lassen, wird schon gut werden.
    Guckst du dir das dann eigentlich auch an oder schaust du dann an diesem Tag Topmodels oder so etwas? :D Ich meine, du kennst den Film ja mit Sicherheit auch schon in und auswendig.

  9. Wenn ich eine Kritik zu „Nicht der Süden“ in der Zeitung oder Online finde -willst Du sie haben? Nur gute? oder nur schlechte? ;-)
    Freu mich auf morgen -Zeise.
    Ronald

  10. Das Ansehen übernehme ich dann mal. Zufällig grade wach und keine morgendlichen Verpflichtungen. Bin gespannt auf die investigativen Fragen von … hab jetzt keine Lust zu googeln, wie der geschrieben wird. Eigentlich sind ja auch die Antworten interessanter.

  11. *Videorecorderprogrammier*

    Ick steh doch wegen dem Strübing nich um dreiviertel neun uff? Piept wohl, wat?

    :-D

  12. ….ach Mist. Ist der Eintrag von jestern? Ick bin es wohl auch. :-(

    Hat jemand mitgeschnitten? Mal in der Mediathek nachkieken.

  13. Pingback: Volker Strübing: Godzilla (Komm, ich zeige dir Berlin) « Ostberlin Beatet Besseres

  14. Danke Sanne!

    oh mann oh mann der Jobatey. Da bin ich gleich in Versuchung Wiglaf Droste zu zitieren, der ihn sehr treffend charakterisiert hat.

  15. Schöne Zusammenstellung von Texten und Filmen heute Abend im Zeise. Hat Spaß gemacht und war schön Dich wieder mal aus der Nähe zu sehen.
    Was den Auftritt im Morgenmagazin angeht -vielleicht besser keine Live-Sendungen mehr vor zehn Uhr morgens?
    ;-)

    Ronald

  16. Ich drück Euch ja alle Daumen für die Fernsehpemiere, aber ich hab ja doch ein bisschen Angst: Nicht der Süden wird ein ganz grosser Erfolg und Ihr werdet von einem Interview zum anderen geschleppt und werdet RICHTIG berühmt. Und dann gibts Euch nur noch vor grossen Massen. Jetzt ist es noch der Volker von umde Ecke, der so kleine feine, geniale Sachen macht. Dann wird er vielleicht arrogant und hochnäsig und die Ideen gehen aus.. So wie mit dem kleinen Restaurant, das plötzlich im Berlinführer steht. Auf einmal ist es da laut und voll und es schmeckt nicht mehr. Das ist doch der wahre Druck. Aber bei Euch wird es anders, versprochen? (Ich bin egoistisch, ich weiss…)

  17. Dafür das der Moderator wirklich selten dämliche Fragen gestellt hat, habt ihr euch sehr gut geschlagen. Schnitzelfriedhof … so ein Banause

  18. Ich lese gerade Deinen Teil der Story. Es ist eine sehr ehrliche, persönliche Geschichte. Großer Respekt dafür!!! Großartig

  19. Pingback: Morgen: Nicht der Süden im ZDF-Morgenmagazin – Voland & Quist

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.