Rückblick 2008 (Teil 2) – Diese gewisse, schwer zu beschreibende Melancholie

Lieblingsbuch: Schmidt liest Proust von Jochen Schmidt.

Lieblingsromanzitat I: [Der Ich-Erzähler betrachtet im Ozeanarium das ausgestellte „Geschlechtsorgan eines Wals, männl.“ und sinniert:] „Er unterschied sich von meinem und auch von allen anderen Penissen, die ich bis dahin gesehen hatte. Außerdem umgab ihn diese gewisse, schwer zu beschreibende Melancholie, die abgeschnittenen Penissen eigen ist.“ (Haruki Murakami: Wilde Schafsjagd)

Lieblingsromanzitat II: „Morgens weckt sie [die kleine Tochter, Anm. d. Vlkr.] mich, indem sie mir glucksend ihren Finger vor die Nase hält, den sie dem Geruch nach gerade im Po hatte. Aber im Grunde mache ich ja beim Schreiben auch nichts anderes mit dem Leser.“ (Jochen Schmidt: Schmidt liest Proust)

Lieblingslied: „Es ist vorbei“ von Elis

Lieblings-CD: „Tiki Traveling“ von Kahuna Kawentzmann. (Hier kann man reinhören und sie bei Gefallen online kaufen.)

Lieblingsband: Robert and the Roboters

Insgesamt habe ich dieses Jahr leider viel zu wenig Musik gehört. Von den Roboters und Kahuna Kawentzmann dafür aber um so mehr und das umso öfter und eigentlich unter doofen Umständen: Uff Arbeit. Sie haben viel Musik für Nicht der Süden beigesteuert. Und obwohl ich jetzt soooo froh bin, das wir mit dem Film durch sind, höre ich die Musik immer noch und liebe sie. Das ist doch was!

Knappster Sprung von des argen Schnitters schwarzer Schaufel: Ein Gummibärchen eingeatmet und fast daran erstickt.

Sich aus dem letzten Punkt ergebende Fragen: Kann ich Haribo verklagen, weil sie keinen „Achtung! Nicht inhalieren!“-Hinweis auf die Tüten drucken? Und benutzt der Tod nun eigentlich eine Sense oder eine Schippe? (Schippe würde ich sagen. Von ner Sense hätte ich nicht nochmal runterspringen können.)

Peinlichstes Klamottenanprobefoto:

p1030312

Bevölkerungsreichstes von mir besuchtes Land der Welt: China

Wird fortgesetzt. Oder auch nicht!

(Volker Strübing)

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8 Kommentare zu “Rückblick 2008 (Teil 2) – Diese gewisse, schwer zu beschreibende Melancholie

  1. Hi,

    Als ich las: „Lieblingslied: “Es ist vorbei” von Elis“ dachte ich mir so – „Es ist vorbei“? von Elis? Warum kenn ich das lied nicht?
    Ich hab auch gleich meine drei Alben durch geschaut und nichts dergleichen gefunden.
    Bis ich dann feststellte das Sie nicht „Elis“ die Band w*w.Elis.li sondern so ein anderen Akustik Sänger.
    Ich habe mir seine Beispiele auf der Seite angehört und muss sagen das es an das richtige „Elis“ nicht heran kommt!!
    Da dacht ich mir so – „Hei der Herr Strübing hört Elis genau wie wir“ – und Ich wurde bitter enttäuscht ;)

    w*w.myspace.com/elisofficial

  2. „Und benutzt der Tod nun eigentlich eine Sense oder eine Schippe? (Schippe würde ich sagen. Von ner Sense hätte ich nicht nochmal runterspringen können.)“

    Ey, er ist der Tod, der Schnitter, der „Sensen“mann und nicht Norman Bates ;) :D

  3. „… die abgeschnittenen Penissen eigen ist.“ Ist der Plural von Penis wirklich Penisse? Klingt irgendwie nach Hornisse und damit bedrohlich. Werden Feministinnen sowieso finden, egal mit wieviel s geschrieben.
    Jens Kassner

  4. @uli: das kann ich zurueck geben, alle die das original kennen finden es besser ;) (und ja, ich hab mir euern elis auf der myspace seite angehoert)

  5. “… die abgeschnittenen Penissen eigen ist.”
    Jaja, der Murakami bringt in seinen Romanen öfters solche Bilder ins Spiel.
    Das macht die Bücher so spannend und unterhaltend.

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