24 Stunden Berlin – Ein Fazit

Alles beim Alten. Als sei ich nicht ein oder zwei Jahre weggewesen. Ulkig das. Ob ich noch ganz der Alte bin, wird sich zeigen. Ich habe auf der Reise viel gelernt. Über Gletscher, Sonnenfinsternisse, Walrösser und solchen Schnulli; vor allem aber über mich. Mal gucken, was ich daraus mache.
Am besten an Berlin gefallen mir bis jetzt das eigene Klo, die eigene Dusche, das eigene Zimmer und dass heute niemand kam, um mich zu wecken, weil irgendwas gedreht oder besprochen werden muss. Am schlimmsten finde ich bis jetzt das Wetter. Es wird wohl Oktober, ehe ich mal wieder Lust bekomme, baden zu gehen. Es ist doch viel zu warm dafür ;)

+++ Einschub und Nachtrag zum letzten Artikel +++ Ich war natürlich nicht der einzige, der am Gletscher baden gegangen ist. Es gibt ein sehr schönes Foto mit 9 oder 10 Nackten, die ins Wasser rennen, aber ich kann doch nicht einfach andere Leute nackig ins Internet stellen +++ Einschub Ende +++

Am letzten Abend, auf unserer improvisierten Drehschlusspanikparty war ich sehr, sehr glücklick. Zum einen, weil wir es hinter uns hatten – einige Tage der Reise würde ich zu den schlimmsten meines Lebens zählen – vor allem aber, weil ich froh war, dieses Erlebnis, diese Erfahrung gemacht zu haben. Und weil ich wusste, dass wir tatsächlich alles gedreht haben, was wir brauchen und dass wir bestimmt einen schönen Film daraus basteln werden.

(Whisky auf frisch gefangenem Gletschereis)

Mir steht dieselbe Reise noch zweimal bevor, allerdings muss ich dafür nicht aus Berlin weg. Kirsten und ich schreiben zusammen „Das Buch zur Fernsehserie“, das wahrscheinlich mit dem, was man im Fernsehen nächstes Jahr zu sehen bekommt, nicht allzuviel zu tun haben wird, und ich werde ab Ende August einige Wochen im Schnittraum sitzen, alles durchgucken und gemeinsam mit der Cutterin und später mit der Redaktion von 3Sat den eigentlichen Film zusamenbasteln, der wahrscheinlich mit dem, was man nächstes Jahr im Buch zu lesen bekommt, nicht allzuviel zu tun haben wird.

Die Rückreise nach Berlin war übrigens eins der größten Abenteuer, die wir zu bestehen hatten, zwischenzeitlich wurden wir sogar äußerst stümperhaft als Geiseln genommen (lange Geschichte, muss ich mal bei nem Bier erzählen …), wir brauchten 2 Tage und sind mit 4 Flügen nach Berlin gehüpft und irgendwo zwischendrin ging mein kleiner Rucksack, der in dem die Restbestände an frischen Schlüpfern und die 4 Hefte, die ich auf der Reise vollgeschrieben habe dirn sind, eigener Wege und ich hoffe sehr, dass er seinen Weg zurück zu mir findet. Nicht so sehr wegen der Schlüpfer – inzwischen habe ich selbst wieder frische hergestellt. Aber wenn die Hefte wegkommen, bin ich ziemlich aufgeschmissen, wenn es daran geht, das Buch zu schreiben. (Noch aufgeschmissener als ohnehin schon.)

Boh, ist das warm …

(Volker Strübing)

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5 Kommentare zu “24 Stunden Berlin – Ein Fazit

  1. Glückwunsch! Beileid (Hefte)! Und morgen dann schön 32 Grad für Polarweicheier mit Eislag.
    Rucksäcke mit Aufzeichnungen kehren traditionell reumütig zurück. Ganz bestimmt.

  2. Wär doch auch mal ein schönes Thema: Was mir auf meinen Reisen wie, wo, wann, warum und ggf. mit wem abhanden gekommen ist ;)
    Ansonsten: Schön, dass du wieder da bist !

  3. Auch ein herzliches Willkomen zurück von mir!

    Zitat: „und ich werde ab Ende August einige Wochen im Schnittraum sitzen, alles durchgucken und gemeinsam mit der Cutterin und später mit der Redaktion von 3Sat den eigentlichen Film zusamenbasteln“

    Nana, aber jetzt erst mal ran an einen neuen Kloss und Spinne, die Süchtigen warten gespannt :-)))

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