Gruß aus Reykjavik

Schade, dass die Zeit fehlt, die schönen Seiten Islands aufzuzählen, darum nur ganz kurz die schlechten: Das heiße Wasser aus der Leitung stinkt und schmeckt nach Schwefel, es gibt hier genauso hässliche Häuser und Industriegebiete wie in Deutschland und das Essen, das wir uns leisten können ist doof. Und wenn man irgendwo W-Lan hat, kann man zwar Emails empfangen, aber nicht abschicken.

Ansonsten: Toll, toll, toll.

Es geht uns gut – wie könnte es auch anders sein, schließlich machen wir gerade eine Schlafmangeltherapie, wie sie gelegentlich auch gegen Depressionen eingesetzt wird. Heute ist zum Glück Sonntag und wir haben ausnahmsweise mal sagenhafte fünfeinhalb Stunden geschlafen.

Gestern Nacht haben wir uns den Sonnenaufgang am Meer vor Reykjavik angeguckt (und sind dabei von der Kamera angeguckt worden). Vielleicht war es auch der Sonnenaufgang, das ist schwer zu sagen, weil beides ineinander übergeht. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass es hier noch eine richtige, wenn auch kurze Nacht gibt, aber es bleibt einfach immer hell … wozu auch, zum Schlafen kommen wir ja eh kaum.

(Volker Strübing)

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