Abschied von der Chaussee (2)

So. Das war’s nun also. Der letzte Auftritt als Mitglied der Chaussee der Enthusiasten ist vorbei. Und einen schöneren Ausstieg hätte ich mir nicht wünschen können. Es war wohl noch nie so voll; am Ende konnten wir einige Leute nicht mehr hereinlassen (falls ihr das lest: Entschuldigt bitte!). Es waren ja auch Ferien und außerdem gab es neben Kirstens Aufnahme und meinem Abschied auch die neue Ausgabe unseres Heftchens „Brillenschlange“ zu feiern. Jochen und Robert haben die Redaktion und das Layout übernommen und einen heldenhaften Kampf gegen bemackte Software geführt, sind zwischendurch verzweifelt und dann über sich hinausgewachsen und haben eine der schönsten Brillenschlangen aller Zeiten produziert. Und ganz sicher die Brillenschlange mit dem schönsten Coverbild, denn das hat der wunderbare Mawil für uns gemalt (Achtung, große Bilddateien):

cover.jpg

Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei Dan bedanken. Er hat ein altes Lied ausgegraben, das ich nur ein einziges Mal gesungen und danach beerdigt habe, weil ich dachte, es sei total doof. Dabei hatte ich es vielleicht bloß so schlecht gesungen und auf der Gitarre gespielt, dass es total doof wurde. Als Dan es vorgestern sang und spielte klang es jedenfalls toll und ich war ehrlich gerührt … also nicht von meinem rührenden Lied jetze, sondern weil Dan sich daran erinnert und sich die Müühe gemacht hat, es von einer ollen Tonaufnahme abzuschreiben und abzuhören. Und dann hat er auch noch eine Kloß-und-Spinne-Folge über Kirsten und mich und die Chaussee der Enthusiasten geschrieben, die von den Kollegen live aufgeführt wurde und zwar so gut, dass ich jetzt weiß, wer in einer Realverfilmung der Serie mitspielen müsste: Stephan Zeisig (Norbert), Bohni (Kloß), Jochen Schmidt (als Spinne, wer hätt’s gedacht?) und Robert Naumann (Horst).

Ich hab mich für diese Freude bei den Kollegen mit einer sehr eitlen und arroganten Geschichte über meine Leistungen in den letzten Jahren revanchiert; natürlich nur, um ihnen den Abschied leicchter zu machen ;)

Am Ende blieben sogar noch ein paar Leute nach der Lesung und es wurde das erste mal seit Jahren wieder getanzt.

Und dann sah ich die Kollgen am nächsten Tag schon wieder. Sie hatten sich mit einer Fotografin im Mauerpark verabredet, um neue Guppenfotos zu machen – mit Kirsten, ohne Volker. Und ich bin vorbeigefahren um ein paar Making-of-neue-Fotos-Fotos zu machen:

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Hier hatte die Fotografin die lichtscheuen Literaten gebeten, nach einer Wolke Ausschau zu halten, weil sich im grellen Sonnenlicht schwer fotografieren lässt – zumindest wenn man keine verkniffenen Gesichter auf den Fotos haben will. Weil die Wolken nicht so wollten wie sie sollten, trollten sich die Enthusiasten an einen schattigen Ort:

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Am Ende durfte ich für ein Erinnerungsfoto nochmal mit auf’s Bild:

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Danach waren wir essen. Es gab Fleisch. Und bevor es ganz vorbei ist, fahre ich heute nochmal mit nach Magdeburg zu einem Enthusiastenauftritt in den Freien Kammerspielen.

(Volker Strübing)

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4 Kommentare zu “Abschied von der Chaussee (2)

  1. lieber herr strübing, ich möchte dir hiermit meine begeisterung aussprechen!
    ich habe zuhause noch ein paar zeilen von max goldt gelesen, und die lesestimme in meinem kopf war dabei deine. toll!
    ich hoffe man kann dich weiterhin ganz viel & oft lesen sehen?!

  2. Also ich fands echt genial und hoffe dass du öfter mal als Gast da sein wirst. der schnipselfriedhof geht ja wohl weiter oder?! ich wünsch dir jedenfalls viel glück und spaß auf der autobahn der hoffnung – das lied krieg ich nämlich seit donnerstag nihct mehr aus meinem kopf, genauso wie ich den stempel mal wieder nihct von meiner hand abbekomme…
    liebe grüße, Kiki

  3. Und bevor es ganz vorbei ist, fahre ich heute nochmal mit nach Magdeburg zu einem Enthusiastenauftritt in den Freien Kammerspielen.

    Der Auftritt war klasse, war sehr schön mal wieder dabeigewesen zu sein, auch wenn Jochen immernoch keinen Kumpel von der Armee gefunden hat. ;-)

    Die »Freien Kammerspiele« gibt es übrigens in der Form nicht mehr. 2004 sind sie mit dem Theater der Landeshauptstadt fusioniert und bilden jetzt zusammen das »theater magdeburg«, genauer gesagt das »schauspielhaus« als Teil des »theater magdeburg«. 8-)

    Gruß aus Magdeburg, Alex

  4. Das ist traurig, Wer soll sich denn jetzt über meine CasioUhr freuen?
    Ich hoffe am 24. kommst du trotzdem, da lege ich auf. Gruß Johanna

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