Dazu hab ick Senf

„Be Berlin.“ Volker und Ivo haben dazu ja schon geblogt.

Ich gehöre nicht zu jenen Sprachchauvinisten, die bei jedem Anglizismus Zeter und Mordio schreien, aber hier habe ich den Eindruck, dass der Slogan deshalb englisch sein musste, weil das die einzige Fremdsprache ist, die seine Erfinder kennen. Jedenfalls erscheint mit die Wahl des Englischen völlig willkürlich und nicht mal durch so etwas wie Wohlklang gerechtfertigt: bi börlin.

Andererseits ist mir aufgefallen, dass dieses Prinzip, einen Städtenamen anzustottern, durchaus Charme haben kann. Zum Beispiel als frankophil-elegantes „le Leipzig“ oder bürgerlich-seriöses „Dr. Dresden.“ Auch das comedyhafte „Du Duisburg“ ginge noch irgendwie. Aber „Be Berlin“, also wirklich!

(Andreas Krenzke)

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4 Kommentare zu “Dazu hab ick Senf

  1. Das einzige, was mich an dem „Claim“ mit dem „B-Berlin“ aufregen würde, wenn er mich (als Hamburger) etwas anginge, wäre das schöne Geld, das für solchen Tinnef ausgegeben wird. Ansonsten finde ich das sogar originell, weil es mich sehr an den „Bi-Ba-Butzemann“ erinnert.
    Muahahahahahahahahaha! Berlin und seine provinziellen Anwandlungen – immer wieder unterhaltsam.

  2. Gibts da eigentlich auch ein Lied zu? Ich muss da immer an „Be Obscene“ von Marilyn Manson denken.

    Be Berlin! Be Be Berlin!

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