500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken (1-5)

Es ist, angesichts der drohenden EM, Zeit, ein altes Projekt wieder auszugraben: Die Liste der 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken, mit der ich fußballguckgefährdeten Mitmenschen Alternativen aufzeigen will. Niemand muss sich vor einen Fernseher hocken und sich anschauen, wie Leute einem Ball hinterherrennen. Verbieten will ich es andererseits auch niemandem, zumal mir leider der nötige Repressionsapparat fehlt, um ein derartiges Verbot auch durchzusetzen. Aber niemand soll, wenn der Tag der großen Abrechnung kommt, auf die Frage, warum er Fußball geguckt hat, antworten können: „Ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun sollen!“
Es gibt soviele schöne Dinge, die darauf harren getan zu werden, und noch viel mehr Dinge, die zwar nicht unbedingt schön sind, aber doch auf alle Fälle besser. Einige werde ich in den nächsten Wochen und Monaten hier vorstellen.
Vor anderthalb Jahren oder so hat mir Tube eine Seite gebastelt, auf der ddie Leser sowohl eigene Vorschläge einbringen , als auch die anderen Beiträge bewerten konnten. Auf diese Weise sollte eine echte Hitparade zustande kommen. Leider mangelte es an Verwaltungsmöglicheiten, so dass das eine endlose, unübersichtliche Liste wurde und der Spamschutz funktionierte auch nicht so recht, weshalb man zeitweise den Eindruck bekommen konnte, die Alternativen zum Fußballgucken bestünden im Wesentlichen darin, sich den Penis verlängern zu lassen und Viagra zu schlucken – sicher: Beides gehört eindeutig in die Liste, aber doch nicht 700 mal! Ich habe diese Liste jedenfalls aufgegeben, nachdem ich des Spamlöschens überdrüssig wurde. Man kann sie sich noch immer angucken, aber ich werde sie nach und nach auch hier veröffentlichen – meine eigenen Vorschläge und – wo ich die Erlaubnis bekomme – schöne Beiträge, die von anderer Seite aus dort eingetragen wurden. Außerdem wird es natürlich auch neue Vorschläge geben. Ohne Wertung oder Rangliste. Ich fang dann mal an:

500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken

  • (1) Den Kopf wiederholt gegen die Wand schlagen.
  • (2) Darüber nachdenken, wie wohl ein Franzose das Wort „Haarspange“ aussprechen würde.
  • (3) Bei der Verkehrshotline anrufen und rote Ampeln melden (Hallo Britta, liebe Grüße :-)
  • (4) Wildfremden Leuten handgeschriebene, anonyme Zettel mit der Aufschrift „Schön, dass es Dich gibt“ in den Briefkasten werfen.
  • (5) Wir alle kennen das Mal- und Knobelspiel „Das ist das Haus vom Nikolaus“. Probiert mal nach dem selben Prinzip:
    „Das ist das Haus vom Nikolaus“ / ist mir zu leicht, das find ich doof
    Ich mal stattdessen Strich für Strich / den Berliner Hauptbahnhof!

(Volker Strübing)

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22 Kommentare zu “500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken (1-5)

  1. … das scheint mir doch EXAKT der richtige ort, um dich zu fragen: wann wolltest Du jetzt gleich nochmal mit in die Alte Försterei, volker?

  2. Hallo Steffi, ich glaube es ist leichter einen Elefanten ins Stadion zu schmuckeln, als Volker zum Fußball mitzunehmen. Wann ist eigentlich das nächste Spiel? Konnte ja leider so kurzfristig am Sa nicht mit und habe den Nervenkitzel (lt. Hanni-Steffi) verpaßt. Seh ich dich eigentlich mal wieder in der LSD-Fankurve?

  3. Volker, hier musste jetzt auch schon Fußballerspam entfernen!

    Erlaubnis, meine alten Vorschläge zu verwenden, ist hiermit erteilt. Könnte hier natürlich jeder posten. Ich könnte dir sogardie Erlaubnis hierhin schmieren, für jede Minute im Fußball im Fernsehen Fritz Beckenzerhauer oder wie der heißt, 50 Euro vom Konto abzubuchen. Ist sicher auch besser als Fußball gucken.

  4. genau, steffi-hanni kennt sich aus: nächstes heimspiel am internationalen frauentag. wenn das kein zeichen ist :) die lsd-fankurve: morgen? ich geb mir mühe!

    @gegenglueck: Fritz Beckenzerhauer betreffend – eine ganz großartige Idee, der man sich nur anschließen kann!

  5. das ist ja irgendwie schade……
    sich so viel mühe mit alternativen zu machen die anscheinend gar keiner benötigt…. :-)

  6. Oh schade, da kann ich ja schon wieder nicht, um mir die knackigen Fußballerbeine und die Testosteron
    geladene Fankurve anzusehen. Mädels, ich wünsch euch viel Spaß. ;o)

  7. Ihr Damen, leider kann ich betrüblicherweise am 8.3. nicht beim nächsten grandiosen Auswärtssieg (nach Babelsbeg vorgestern) aufwarten, da ich mich im wohlverdienten Erholungsurlaub auf Guantanamera befinde. Jammerschade….

  8. Sieh an , sieh an, die Surfpoeten!
    Den link zur (alten) Seite habe ich ungefähr 347mal weitergegeben, weil es ja immernoch viel zu viel Fußballwütige gibt, auf dieser Welt.
    Und die Empfänger haben sich stets zuverlässig darüber geärgert, natürlich.
    Dafür wollte ich mich schon lange mal bedanken!
    Jetzt sehe ich hier Licht & Leben – wunderbar.

    Großen Dank also – und frohes Schaffen weiterhin!

  9. Fanatische Fussballhasser erinnern mich an fanatische Nichtraucher:

    Aus der punktuellen Belästigung schließen sie stets aufs Ganze. Vordergründig iIrrationale und/oder ungesunde sinnliche Freuden sind ihnen einen Greuel, sobald sie diese nicht teilen können. Viele Gelegenheihen, ihrem Feindbild einfach und bequem auszuweichen, nehmen sie bewusst nicht wahr, nur um dann um so demonstrativer heulen zu können.

    Lasst den Terror der Vernunft nicht auf allen Gebieten von unsrerem Denken Besitz ergreifen! Sauft! Raucht! Guckt Fußball! Guckt Pornos! Guckt Sesamstraße! Nehmt Drogen! Zockt um Geld! Geht spät ins Bett! Seid faul! Verliebt euch! Verprasst eure Kohle! Verzeiht euren Elterrn! Geht bei Rot über die Straße! Bei Grün! Bei Gelb! Wenn die Ampel kaputt ist! Geht gar nicht über die Straße – niemand zwingt euch dazu!

  10. Meine Vorschläge:
    1. Einer Gruppe Hells Angels an den Bärten ziehen.
    2. Einen Fußball mit Zement füllen und in die Fußgängerzone legen
    3. Die türkische Nationalhymne lernen und sie beim kurdischen Dönermann anstimmen
    4. Den fußballgeilen Massen beim „Public Viewing“ mit einem Lippenstift ein Herz mit einem pfiffigen Gedicht auf die Motorhaube des Autos, mit dem sie gekommen sind, malen.
    5. Vor der Peta-Zentrale eine Kuh schlachten.
    6. Rückwärts über die Straße laufen und dabei Beethovens Mondscheinsonate pfeifen.
    7. Dem Hund der doofen Nachbarn die Haare färben, einen Irokesen schneiden oder ganz kahl rasieren.
    8. Bei einer Autowerkstatt mit Sofortmontage nach einem plötzlichen Dienstag oder einem eiligen Mitwoch fragen.
    9. In Ruhe seine eigene Beerdigung planen.
    10. In der Bäckerei/Konditorei ein Stück Mutterkuchen verlangen, oder im Fischhandel ein schönes Salmonellenfilet.

    Ich hoffe es war was nützliches und verwertbares dabei,..

  11. Ich wollte da mal an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teilnehmen. Dazu kam es leider nie, aber an meinen besten Ideen wollte ich euch teilhaben lassen:

    – Den Ubahnplan wörtlich ins Altgriechische übersetzten
    – in einem Fastfood Restaurant deiner Wahl 3000 Cheeseburger bestellen und sehen, was passiert
    – für die Handy Weitwurf Weltmeisterschaft trainieren
    – mit einer selbstgebastelten Eintrittskarte versuchen auf ein Grönemeier Konzert zu kommen
    – auf dem Stadtplan alle Dönerbuden markieren
    – eine Zeitmaschine bauen
    – Spammails liebevoll beantworten
    – allen Müttern, die ihre Kinder auf ein Tokio Hotel Konzert begleiten eine Tapferkeitsurkunde überreichen
    – den Brockhaus auswendig lernen und bei Wetten dass auftreten
    – sich auf dem Oktoberfest zum lernen verabreden
    – beschweren, weil am Nebentisch nur Betrunkene sitzen
    – zur Abwechslung beim Weggehen mal nicht betrinken, sondern in jeder Kneipe ein Wasser bestellen und das beste küren
    – den Bundespräsidenten zu einer Partie Schach herausfordern
    – sich als General ausgeben und bei der Bundeswehr zwei Panzer für den Privatgebrauch bestellen
    – sich eine Farbe patentieren lassen
    – eine große deutsche Internetseite verklagen, weil sie genau diese Farbe verwenden
    – sich mit dem Handy in der Ubahn neben Passanten stellen und laut Volksmusik hören
    – Mülltonnen fotografieren und Duftproben davon sammeln um jedes Woche die „Mülltonne der Woche“ wählen zu können

  12. 496. Meinen Fernseher zu einer Marserkundungssonde umbauen und den Jupiter erforschen

    497. Dem Krümmelmonster den Satz beibringen „Liebe Kinder eßt keine Kekse, eßt lieber Obst“

    498. Einen Hund zulegen und diesem Hund einen Hund kaufen damit er nicht alleine in seinem neuen Zuhause ist

    499. Selber Schnee aus dem Tiefkühler herstellen, um den Winter im Norden zu retten

    500. Urlaub in England machen…

  13. Warum ist Fußball trotzdem so beliebt, wo es doch so viele Leute gibt die sich an der 500-Dinge-Liste beteiligen können?
    Volker, Du sagt beim Poetry Slam:
    „ich kann nicht verstehen warum sich die leute so oft ärgern anstatt sich zu freuen wo doch freude so viel schöner ist. wenn man die leute fragt ob sie ein stück schokolade oder einen tritt vors schienbein wollen dann nehmen sie die schokolade. weshalb also entscheiden sich die selben leute so oft dafür sich zu ärgern?“
    Sie besitzen nicht die unergründliche Weisheit eine 500-Dinge-Liste zu erstellen, können sich nicht entscheiden was sie wollen, oder könnens doch, wollen den Wechsel, wollen beides, wollen Schokolade *und* Schienbeintritte. Und beides kriegen „se“ beim Fußball. Und beides zusammen ist sowieso besser als jedes für sich… das ist wie ne Wurst vom Grill, aber vom Kohlegrill. Klar, wenn Du fragst „Willst Du die Wurst oder den Ruß?“ nehmen alle die Wurst. Aber wenn Du fragst „Willst Du die Wurst die steril im Solarofen heißgemacht wurde, oder die mit dem Ruß und dem Grillaroma?“, dann müsste eigentlich jeder, der Jörg Thadeusz mag, die mit dem Ruß nehmen.

    Weil Du beim Fußball also Quatsch mit Soße bekommst, und nicht nur Quatsch oder nur Soße, ist der so beliebt ;)

  14. Achja, ich wollte mich noch an der Liste beteiligen:
    -Schlafen, zu dritt, zu zweit, alleine…
    -Nina Hagens Eisern Union Hymne auf MyVideo angucken
    -Fußballgucken bei Sonnenschein ;)

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