Wie ich mal mutig war

Ich weiß nicht, ob das jemand mitbekommen hat: Es gibt ja zur Zeit so einen Hype um Jugendgewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dass man halb totgetreten wird, wenn man Jugendliche bittet, die Zigarette aus oder den MP3-Player leiser zu machen. Trotzdem habe ich gestern im Zug Jugendliche gebeten, die Musik … äh … zu dimmen (um nicht nochmal „leiser zu machen“ schreiben zu müssen).

Eine Jugendliche, um genau zu sein, aber man muss ja klein anfangen. Sehr klein in diesem Fall, denn die Jugendliche war so zehn oder ölf. Naja, und ihr Migrationshintergrund war der Sprache nach schwäbisch. Aber Zivilcourage darf nicht vor den schwächsten und niedlichsten Mitgliedern der Gesellschaft Halt machen!

Viele Grüße aus Stuttgart!

(Volker Strübing)

Advertisements

18 Kommentare zu “Wie ich mal mutig war

  1. Puh. Und da es der Zug nach Stuttgart war, kann man wohl davon ausgehen, dass sie gerade ausgewiesen worden war, weil sie in der Schule die Jungs immer an ihren komischen Fußballer-Iros gezogen hat …

  2. @volker: Vor der Wahl ist nach der Wahl. Der Rot-rote-Senat beginnt nun endlich durchzugreifen. Vielleicht hatte die Mädchenbande auch nur ein CDU-Parteibuch?

  3. Ui..was machst du denn in unserem schönen Schwabenländle? Ich will dich au mal live sehen -.-

  4. Danke, dass Du mein geliebtes Stuttgart ein wenig ruhiger und sicherer gemacht hast!!

    Gruß

  5. Als Schwabe kann ich nur sagen, sehr mutig und couragiert, hätte aber auch ins Auge gehen können. Teilweise soll es ja richtige Zicklein in unserem Stammesverband geben. Gruß AMUNO

  6. Und? Hat das Mädchen etwa tatsächlich sein Musikspielgerät aus der Hosentasche gezogen, das rausfallende Bonbonpapier brav aufgehoben und die Musik mit einem entschuldigendem Blick leiser gemacht?

    Oder Dir vor die Füße gespukt, mit ihrer Zunge an ihrer Nase geleckt, so dass Zungen- und Nasenpiercing so schön auseinandergeklonkt sind? Und Dich mit zusammengekniffenen Augen von oben bis unten betrachtet und dann ausgelacht?

    Ich wüsste ja, was mir passieren würde.

  7. Hallo Volker,

    ja, ich schließ‘ mich flo an und frage nicht nur:
    Was machst Du in Stuttgart? sondern: Was machst Du denn sonst im Januar und Februar?
    Wo finde ich denn Deine aktuellen Termine?
    Also, gemeint sind jetzt Termine, an denen Du vorliest, was Du sonst so machst schreibst Du ja netterweise oft hier rein.
    :)

  8. ah Volker ich glaub ich weiß wies dir geht. Ich hab das immer wenn ich zur schule fahre oder nach hause fahre…immer dieser typen (meist hip hopper) die entweder ihr handy lauthaben oder ihre musik so laut haben das es selbst der busfahrer bis vorne hin hört.

  9. Wenn ich da was gelernt hab dann „Klein aber gemein“! Die tarnen sich, sehen aus wie kleine Engel und dann haste nich gesehen fressen se dich mir nix, dir nix auf!!!

  10. Was dann passiert ist? Naja, die Mutter des Mädchens hat ihm gesagt, sie solle leiser machen, weil das „den Mann“ stört. Daraufhin wurde leiser gestellt und den Rest der Fahrt gequengelt.
    Volker

  11. Also ich kann mich erinnern, dass wir früher in der Straßenbahn auch oft einen Kassettenrekorder dabei hatten und immer volle Pulle Andy Borg, Mösenjens und Joy Fleming. Weiß also gar nicht, wieso die Aufregung. Klar werden die HipHop-Lieder desto lauter gehört, je dämlicher die Texte sind. Aber womit sollen die Jugendlichen denn heute sonst provozieren, als mit Blödheit? Mit Hegel etwa?
    Konrad

  12. @ Konrad Endler:

    Oh Gott, wer ist denn „wir“? Hoffentlich nicht auch ich!!!

    PS: Man muß nur „Hegel“ sagen und ich bin auf der Palme. Mit dem alten Drecksack kann man mich wirklich aufs Blut provozieren…
    ;-)

  13. Und wer Joy Fleming laut in der Straßenbahn gehört hat, wünscht sich, nie gelebt zu haben ;-))

    Singt die jetzt wirklich in Straßenbahnen? Verdammt. Daß man so tief fallen kann…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.