Wie geht eigentlich die Mehrzahl von Duden?

In einem schon etwas älteren schönen Text von Tube, geht es über Pluräle, über Milchreisen, Döni und Gänsehäute am ganzen Körper. An den Text musste ich denken, als ich neulich in einem Buch auf Traumen gestoßen bin, als Plural von Trauma. Erst kurz gewundert, dann gedudent, und siehe: es ist recht so. Aber warum Traumen? Warum nicht Traumas? Es heißt doch auch Kommas und nicht Kommen, Dilemmas und nicht Dilemmen, Omas und nicht Omen, Opas und nicht Open. Na egal – die Redewendung „der Text geht über…“ zum Beispiel ist viel schlimmer.

(Andreas Krenzke) 

Advertisements

15 Kommentare zu “Wie geht eigentlich die Mehrzahl von Duden?

  1. kann es sein, dass es zu manchen dieser wörter mehrere (naja: zwei) pluräle gibt?
    und wer prägte nochmal das wort „rollkrägenpüllöver“?

  2. sry
    dachte mich zu erninnern was über granatisch gelesen zu haben
    jetz les ich den text nochmal und merke, dass garnichts von gramatisch drinsteht^^

  3. Ich tröste mich immer damit, dass der Duden nunmal kein prä-, sondern ein deskriptives Werk ist, also nur beschriebt, wie es gehandhabt wird. Vorschrift ist es ja nur in -schulen und bei Behörden usw. *g*.
    Warum also nicht ein paar schöne Vorschläge machen und darauf hoffen, dass sie Konvention werden? Und da wir gerade bei lateinischen Endungen sind, fände ich als Plural von Duden die „Dudi“ sehr hübsch.

  4. Mh. Wenn es eine lateinische Endung sein soll, dann doch wohl besser Dudines, es heißt ja im Singular schließlich nicht Dudus. Aber schön klingt das auch nicht.
    Ich glaube, dass es einfach „die Duden“ heißt. Aber wann braucht man schon mal mehr als einen Duden? Ich habe gar keinen.

  5. Man braucht nur einen Duden? Ich hebe die alle auf, irgendwann werden sie wieder aktuell sein, so wie in der Mode auch.
    Und nun zur eigentlichen Frage, die ich gerne beantworte: Die Mehrzahl von Duden ist „Dudens“, und zwar wenn von der hanseatischen Familie Duden die Rede ist, die wegen Lese- und Rächtschreipschweche seinerzeit nach Mannem auswandern musste und dann mal den Bißnäß Käs durchrechnete für ein Telefonbuch, in dem keine Telefonnummern drinstehen, sondern Rechthabereien.
    Meint man allerdings die Bücher, so ist ganz klar „Düden“ richtig. Die Mehrzahl von Sud ist ja schließlich ebenfalls „Düden“.
    Danke für die schöne Frage.
    Herzliche Grüße, Ulf Runge

  6. Traumata stimmt schon… ich plädiere beim Dudenplural für das altgriechische „Dudoi“… mit Düden kann ich mich nicht so recht anfreunden.

  7. Ehhm… ich würd ja mal so sagen, dass der Plural von Duden Duden ist… es davon also vom Scheiben und Reden keinen Unterschied gibt zum Singular…^^

    Wobei ich Dudoi und Düden recht niedlich finde…XD

    LG^^

  8. Problem bei Dudoi ist nur, daß wenn das eingedeutsch wird, wieder Duden rauskommt.

    Vielleicht ist ja Duden ein alter indoeurpäischer Plural von „Du da“. – Ach, Quatsch, das wäre ja „Ihr da“ …

  9. Ich hab auch immer gedacht Traumate. Und Duden in der Mehrzahl: Duden.
    Mein Verhältnis zum Duden an sich ist jedoch sehr ins wanken geraten, nachdem ich feststellen musste, dass sogar falsche Wörter aufgenommen werden, wenn sie nur genug Menschen falsch schreiben.

    „Da werden Sie geholfen“. oder…. *mist vergessen*

  10. (sehr schöne Diskussion!)
    Vielleicht so:
    Traumata – wenn’s psychologisch ist
    Traumen – wenn’s physisch ist, stumpfes Trauma beispielsweise, wenn man mal wieder vor’n Schrank gelaufen ist…

  11. Das is nicht Traumen sondern Trauma. und davon gibts soweit ich weis keine plural o.O
    was ist denn jetzt die mehrzahl von duden.!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.