Noch’n Bilderrätsel

Was ist das? Konkret und symbolisch gesehen?

Was tust Du, damit solche Bilder nicht eines Tages der Vergangenheit angehören?

(Volker Strübing)

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13 Kommentare zu “Noch’n Bilderrätsel

  1. Konkret: Ich hoffe der Kaffee/Tee hat geschmeckt, auch wenn so viele Wölkchen darin rumgeschwommen sind.
    Symbolisch: Ich brauche dringend ein Ticket zu den Wölkchen.

  2. Symbolisch könnts ja beinahe „saure Milch“ bedeuten. Die macht den Tee „cloudy“, wenn ich das richtig in Erinnerung hab ;]

  3. Da räuspere ich mich mal und hebe an zu singen:

    „I had a dream, there where clouds in my coffee, clouds in my coffee…“

    Ich bin so eitel, ich dachte immer, das Lied wäre über mich, ich geb’s zu!

    Schönes Foto!

    Ische

  4. Genau! Blauer Himmer und ein paar hübsche Wolken, die sich in einer Tasse Kaffee spiegeln! Filterkaffee! Nich so ne bittere Plempe aus dem Espressoautomat! Versteht mich nicht falsch: Man kann prima Sachen mit Espressoautomaten machen – Espresso, um nur ein beispile zu nenne – aber keinen Kaffee! Kaffee gehört aufgebrüht oder gefiltert. Der muss leicht bitter und dabei ein wenig säuerlich schmecken! Gerne mit Verwöhnaroma.
    Ein Sommerhimmel, der sich in einer Tasse leckerem Filterkaffee spiegelt, das ist für mich das Symbol für einen rundherum gelungenen Sonntagnachmittag …

    Leider wird es immer schwerer, sowas im öffentlichen Raum zu bekommen. Jede runtergekommene Doirfgaststätte leistet sich einen teuren Automaten, kauft schwarzgebrannte Bohnen und produziert eklige Brühe. Die gute alte Filterkaffeemaschine wird weggeschmissen. Es ist ein Jammer. Der Untergang des Abendlandes. Das Ende der Welt.

    Ich übertreibe möglicherweise ein bisschen. Entschuldigung!

  5. Vorweg ein Zitat vom berühmten Kunst- und Bürgerkritiker Klaus Kraut aus der Zeitschrift „Krass“ vom 15.August 2007:

    „In Volker Strübings Werk lässt sich ein Überschuss von Sosein wahrnehmen (…) man muss ihn halt einfach nur verstehen.“

    Der tiefgreifende Symbolismus dieses doch so schlichten Bildes eines sich konkret im Kaffe spiegelnden Wolkenhimmels (über Berlin?) lässt wiederum vielschichtige Lesarten zu.
    Lesart Nr.1: In direkt sprachlicher Übertragung des zu Sehenden könnte es sich um eine alltagspragmatische Weiterentwicklung des „cafe obscura“ handeln: Kaffee – gefiltert und mit Spiegelreflex.
    Lesart Nr.2: Eine ins Auge springende Momentaufnahme einer heutzutage unter Kaffe- und Teetrinkern weit verbreiteten Auffassunge von Platons Höhlengleichnis.
    Wie gesagt den Lesearten – von rein aisthetisch bis sprachsymbolisch sind dabei keine Grenzen gesetzt.

    Was tun? Auf jeden Fall – mehr Kaffee im Freien trinken! Und erkennen!

  6. Dann also doch nich so tief innen Kaffee gucken – aufblicken – sehen – erkennen – einen Anflug von Freiheit verspüren – und trinken – viel trinken – ganz viel trinken! Und beim Erzittern des Gemüts und all der anderen Extremitäten – aufregen – richtig schön aufregen über diese verkommene Kaffeeautomatenlandschaft – diese vergeudeten Sonntag Nachmittage – Geschirr im Freien und vollkommen überflüssigen Wolken am Himmel – diesen Cumulus von abendländischen Kitsch ! Und dann – dann wieder versenken – ruhig werden – zurücklehen – in sich hineingehen – der Blick immer starr vorn geradeaus. Ein Blick in den Kaffee – und da schon wieder! Dieses Bild ! Ein wolkenverhangener Himmel ! Schon fast im Kaffeesatz meiner Tasse verschwunden ! Auch dieser Himmel, samt des Gleichnisses wird untergehen! Ein letzter Schluck – Schluss!

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