Ich mache mir Sorgen um: Die Frau vom Aldi-Parkplatz

Eigentlich bin ich ja dieses Wochnende im Urlaub, aber ich habe gerade Zeit und Lust, was zu schreiben, außerdem ist mir vorhin beim Dämmern auf der Rückbank eines Autos eine kleine Geschichte wieder eingefallen.

Eines Tages nämlich begab es sich, dass, auf einer Wanderung durch die Prenzlauer Berge, des Wanderers Blase gar schrecklich drückte … (Entschuldigung. Von jetzt ab normal weiter!) … Also, ich musste mal. Es war dunkel, und da war dieser große graue Aldi-Parkplatz an der Brücke an der Schwedter Straße. Und dort habe ich in das Gebüsch an der Brandmauer gepinkelt. Ich bin nicht stolz auf diese Tat, nein, nein; ich finde, Menschen sollten Toiletten benutzen. Wenn aber gerade keine da ist, muss eine Ausnahme gestattet sein.

Eine junge Frau, die gerade vom Parkplatz runterkam, als ich ihn betrat, sah das anders. Offensichtlich hatte sie mich beobachtet und war wieder zurückgekommen, um mich von hinten anzusprechen: „Muss das sein? Das ist doch eklig. Da wohnen Leute!“ Sie zeigte auf den einige Meter rechts von mir hinter einer zwei Meter hohen Mauer liegenden Hinterhof der Kopenhagener Straße.

Ich starrte erst sie und dann etwas ungläubig ihren großen Hund an. „Häh? Du gehst grad mit deinem Hund Gassi!“

„Ja, aber ich hab ja Tüten mit.“

Schade, dass mir eine passende Antwort erst hinterher einfiel. So habe ich sie einfach nicht weiter beachtet, anstatt zu sagen: „Ich auch. Und falls ich dir nachher vor die Haustür kacken sollte, mach ich das Häufchen auch ganz brav weg.“

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2 Kommentare zu “Ich mache mir Sorgen um: Die Frau vom Aldi-Parkplatz

  1. I wouldn’t take a bag with me. I’d directly do it and throw her and her dog the shit on their heads.
    You don’t need to feel sorry for an emergency.

  2. Pingback: Deshalb sind Berliner so unfreundlich « Schnipselfriedhof

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