Schnipsel vom 26.11.2007

  • Wenn man eine Schaumspeise mit Grapefruitgeschmack herstellen würde, könnte man sie „Pampel Moussé“ nennen.
  • Im Steakhouse bestelle ich Fleisch! 320 Gramm! Genau richtig, denke ich, nachdem ich 320 Gramm Fleisch in 3,2 Tafeln Schokolade Fleisch umgerechnet habe. („Tafel Schokolade“ oder TS ist meine Standardmaßeinheit für Gewichte und Hunger- bzw. Sättigungsgrade. So kann ich mir das besser vorstellen, weil ich noch nie das Pariser Urkilo in der Hand hatte, aber schon sehr viel Schokolade.)
    Der Kellner bringt mir einen großen Batzen Kartoffeln und ein kleines schrumpliges Fleischstückchen. Maximal 1 TS schätze ich, und auch das nur, wenn ich einen ordentlichen Klecks Kräuterbutter draufpatsche. Ich winke dem Kellner und frage ihn, ob das wirklich 320 Gramm seien. „Ja“, sagt er und fügt hinzu, dass sie das Fleisch allerdings wie allgemein üblich vor dem Grillen wiegen würden, dann eilt er davon. Und bevor sie den Rest des Tieres abgeschnitten haben, ergänze ich leise.
  • Einen schönen Gedanken verdanke ich Maya. Ich war doch gerade in Hannover. Da darf man doch jetzt schon nicht mehr in Kneipen und Cafés rauchen. Es sei denn, diese haben einen separaten Raucherraum mit eigener Belüftung eingerichtet, in dem nicht bedient werden darf. Vor diesem Hintergrund erinnert mich die Diskussion um das Rauchverbot in Lokalen doch sehr an die Aufregung damals, als es untersagt wurde, im Schankraum zu kacken. Was haben die Leute gewettert! “Dann geht doch keiner mehr in die Kneipe, wenn man da nicht mehr kacken darf!” “Heute verbietet der Staat das Kacken am Kneipentisch, morgen verbrennt er Bücher!” “Die wollen doch bloß die Staatskasse mit Bußgeldern sanieren” etc., etc.
    Am Ende haben die Kneipen einfach separate Kackräume (die heute kaum noch wegzudenkenden „Toiletten“) eingerichtet, die eine eigene Lüftung hatten, und in denen nicht bedient wurde und inzwischen geben sogar die betonköpfigsten Kneipenkacker zu, dass sich die Luft doch sehr verbessert hat – herrjeh! - erinnert sich noch jemand an den Gestank früher? In ein paar Jahren werden wir an verqualmte Kneipen wahrscheinlich ebenso kopfschüttelnd zurückdenken.
  • Andererseits: Diese ganze Rauchverbotssache ist doch nur ein Komplott der Heizpilzmafia, oder?!

(Volker Strübing)

10 Kommentare

  1. Kommentar von moep on November 26, 2007 6:11 Uhr nachmittags

    Letztens wurde ich darüber aufgeklärt, dass das mit der Pampelmuse/Grapefruit eine schreckliche Verwechselung ist. Hiermit gebe ich meine Erkenntins weiter.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pampelmuse

  2. Pingback von [gehirnstürm] » Ein Gedanke zum Rauchverbot on November 26, 2007 7:57 Uhr nachmittags

    [...] habe ich gerade bei Herrn Strübing gelesen: Ich war doch gerade in Hannover. Da darf man doch jetzt schon nicht mehr in Kneipen und [...]

  3. Kommentar von Matthias on November 26, 2007 8:13 Uhr nachmittags

    Habe mich auch mal von der Pampelmuse küssen lassen und die superschicke “Cafe Lounge” nebenan in Me-Lounge umgetauft. Hat keiner kapiert und als ich es erklärt hatte, hat keiner gelacht.

  4. Kommentar von Volker Strübing on November 26, 2007 8:24 Uhr nachmittags

    Scheiße, ich verstehe es auch nicht :(

  5. Kommentar von martha dear on November 26, 2007 8:26 Uhr nachmittags

    *räusper* die melange, herr strübing :)

    (ich find den witz klasse. wir sind wohl was besonderes…)

  6. Kommentar von Volker Strübing on November 26, 2007 8:35 Uhr nachmittags

    Ach so. Ich habe mich gefragt, was denn eine Mir-Bar sein soll!

  7. Kommentar von toco on November 26, 2007 9:08 Uhr nachmittags

    in stuttgart gehts der heizpilzmafia meines wissens bereits an den kragen… wir müssen immer gesunder werden. schöne parabel übrigens (das war doch ne parabel?)

  8. Kommentar von martha dear on November 26, 2007 9:09 Uhr nachmittags

    na die hausbar auf der raumstation… ähm, ich muss weg :)

  9. Kommentar von Matthias on November 26, 2007 9:16 Uhr nachmittags

    Danke, Martha, my dear!

  10. Pingback von Oh, what a world. » Blog Archive » Kneipengekacker on November 26, 2007 10:11 Uhr nachmittags

    [...] danke, Herr Strübing. Nachdem mich heute ein Wirt im Fernsehen dermaßen aufregte, weil er seine nichtrauchenden Gäste [...]

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